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Warum das eine gute Nachricht für die Welt ist

2026: Chinas Wirtschaft ist gut gerüstet Exklusiv

german.china.org.cn  |  
26.01.2026

Von Oliver Eschke

Mit einem Wirtschaftswachstum von 5 Prozent hat China nicht nur seine offiziellen Ziele erreicht, sondern auch den 14. Fünfjahresplan (2021–2025) trotz geopolitischer Spannungen, schwacher Weltkonjunktur und interner Herausforderungen erfolgreich abgeschlossen. Die jüngst veröffentlichten Wirtschaftsdaten für 2025 unterstreichen eindrucksvoll, welche Rolle China heute für weltweite Stabilität, Wachstum und Fortschritt spielt. 

Ein Hochgeschwindigkeitszug fährt an blühenden Rapsfeldern im Kreis Puding in der südwestchinesischen Provinz Guizhou vorbei. (22. März 2025, Xinhua)

Gerade in einer Phase globaler Unsicherheit erweist sich China mit den erfolgreichen Wirtschaftsdaten im Zeitraum des 14. Fünfjahresplans als verlässlicher Anker der Weltwirtschaft. Während viele große Volkswirtschaften – einschließlich des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland – mit stagnierendem Wachstum kämpfen, zählt Chinas Wachstumsrate weiterhin zu den höchsten unter den führenden Volkswirtschaften. Der Beitrag Chinas zum globalen Wirtschaftswachstum von rund 30 Prozent macht deutlich: Ohne China wäre die weltweite Erholung deutlich schwächer, fragmentierter und anfälliger.

Frühe und gezielte Vorbereitung

Es ist nicht so, dass China von den zahlreichen Krisen unberührt bleibt. Protektionismus und technische Beschränkungen für chinesische Firmen haben das Land vor große Herausforderungen gestellt. Hinzu kommen Probleme im Inland wie die Flaute im Immobiliensektor. 

Doch anders als in vielen anderen Ländern ändern diese Herausforderungen in China nichts am großen Ganzen und an der langfristig angelegten Gesamtplanung. Chinas Führung hat klare Ziele und dafür Pläne formuliert, die Zeithorizonte von wahlweise einzelnen Jahren, fünf Jahren (Fünfjahrespläne) oder gar mehreren Jahrzehnten umfassen. 

Damit ist allen wirtschaftlich relevanten Akteuren – von den einzelnen Unternehmen über Investoren bis hin zu Versicherungs- und Wertpapierbranchen – ganz klar, in welche Richtung es geht. Mit dieser transparenten, vorausschauenden und langfristig gedachten Planung hat China ein solch solides Fundament gebaut, das auch einzelne Krisen meistern kann.

Auf diese Weise konnte beispielsweise ein neues Rekord-Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 140,19 Billionen Yuan (ca. 20 Billionen US-Dollar) erreicht werden. Auch konnte somit der Gesamtumsatz im Einzelhandel mit Konsumgütern auf über 50 Billionen Yuan gehoben werden (ein Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr), während der Online-Einzelhandelsumsatz sogar um 8,6 Prozent stieg, was vor Augen führt, wie stark und omnipräsent der E-Commerce als Vertriebskanal in China mittlerweile ist.

Wichtig ist anzumerken, dass die Wirtschaftsdaten untermauern, dass China seine Wirtschaft bereits für die Zukunft transformiert: 36,8 Prozent bzw. 17,1 Prozent der industriellen Wertschöpfung entfielen auf den Maschinenbau und die Hightech-Fertigung. Dies steht im Einklang mit dem klaren Fokus auf die „Produktivkräfte neuer Qualität“ im neuen 15. Fünfjahresplan (2026–2030). Chinas Führung ist sich schon lange darüber im Klaren, dass die Zukunft von künstlicher Intelligenz, Quantenforschung, Robotik und Digitalisierung geprägt sein wird – entsprechend lauten die Planungen. 

Chinas großer Kuchen

Vor dem Hintergrund, dass Chinas „Kuchen“ also stetig größer wird, ist es essentiell sich bewusst zu machen, dass Chinas Staatspräsident Xi Jinping wiederholt betont, dass das Land die Chancen des riesigen Marktes mit der Welt teilen wolle. Wie zuletzt auf dem Davos-Forum in den Worten von Vizepremierminister He Lifeng zu hören war, setzt sich China im Sinne der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit zweifelsfrei für den Freihandel, Multilateralismus und Win-win-Kooperation ein. Davon profitiert nicht nur das Land selbst. Eine stabile und wachsende chinesische Wirtschaft wirkt positiv auf globale Lieferketten, stärkt Handelsströme und schafft Nachfrage nach Gütern, Dienstleistungen und Investitionen aus anderen Regionen. Länder im Asien-Pazifik-Raum profitieren besonders von Chinas Rolle als Produktionsstandort, Innovationszentrum und Absatzmarkt. Auch Europa bleibt eng eingebunden – sowohl als Technologie- und Investitionspartner als auch als Handelspartner.

Für unzählige Länder ist China mittlerweile der größte bilaterale Handelspartner, insbesondere im Globalen Süden und in Ländern entlang der Neuen Seidenstraßeninitiative. Überdies hat Beijing etwa die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), das größte Freihandelsabkommen der Welt, gefördert. Im Süden des Landes entsteht in der Inselprovinz Hainan gerade ein weiterer riesiger Freihandelshafen, mit dem China seine Türen für die Welt weiter öffnet.

Je stärker und stabiler Chinas Wirtschaft wird, desto größer ist ihr Beitrag zu globaler Resilienz und gemeinsamem Fortschritt. In einer Welt, die vor tiefgreifenden Umbrüchen steht, bleibt China damit ein Schlüsselakteur für wirtschaftliche Stabilität, nachhaltiges Wachstum und langfristige Entwicklung – nicht nur im eigenen Land, sondern auch weit darüber hinaus.

Der Autor ist langjähriger Ostasienexperte, war lange Jahre für internationale und chinesische Organisationen tätig und arbeitet nun als freier Journalist in China. Die Meinung des Autors spiegelt die Position unserer Webseite nicht notwendigerweise wider.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: 2026,China,Wirtschaft