Chinas nationale Pläne für die Schiffbauindustrie zielen auf grünes und hochwertiges Wachstum ab
Chinas Schiffbauindustrie intensiviert ihre Bemühungen, auf eine umweltfreundlichere und höherwertige Produktion umzustellen. Hintergrund sind nationale Entwicklungspläne, die die Modernisierung der Fertigungskapazitäten betonen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken.

Der als zentrale nationale Schlüsselindustrie geltende Sektor erlebt dabei ein koordiniertes Vorgehen staatseigener wie privater Unternehmen, die den technologischen Ausbau beschleunigen, insbesondere im Bereich fortschrittlicher und umweltfreundlicher Schiffstypen.
Die Dalian Shipbuilding Industry Company, einer der ältesten staatseigenen Schiffbauer Chinas, hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte bei hochwertigen Schiffen wie Flüssigerdgastransportern erzielt. Die wachsende Auftragslage des Unternehmens spiegelt den Erfolg einer umfassenderen Hinwendung zu technologisch anspruchsvollerer Produktion wider.
„Derzeit haben wir Aufträge für 144 Schiffe, fast 60 Prozent mehr als die rund 70 Schiffe zu Beginn des 14. Fünfjahresplans 2021 bis 2025“, sagte Jiang Hongliang, Produktionsdirektor der Dalian Shipbuilding Industry Company.
Im Rahmen des 15. Fünfjahresplans für den Zeitraum von 2026 bis 2030 strebt China eine deutliche Ausweitung der Produktion grüner und fortschrittlicher Schiffstypen an. Dazu zählen große LNG-Tanker, Ultra Großcontainerschiffe sowie Ausrüstung für den Offshore Engineering Bereich. Die Dalian Shipbuilding Industry Company treibt diese Ziele durch technologische Modernisierung und Effizienzsteigerungen in der Produktion voran.
„Künftig wird unser Schiffbaumodell dem Baukastensystem ähneln. Die Arbeit wird in kleinere, standardisierte Module aufgeteilt, spezialisierte Produktionslinien werden eingerichtet und Arbeitskräfte klar definierten Aufgaben zugewiesen. Das steigert die Gesamteffizienz. Durch Kostensenkungen und Effizienzgewinne wollen wir die Produktionszyklen verkürzen und die operative Leistungsfähigkeit erhöhen“, erklärte Jiang.
Auch private Unternehmen spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Transformation der Branche. Die Hengli Group, ein bedeutender privater Akteur im Schiffbau, errichtete in Dalian innerhalb von nur 150 Tagen eine moderne Schiffbauproduktionsstätte und setzte damit einen neuen Maßstab für die Entwicklung heimischer Werften.
Die Anlage ist darauf ausgelegt, sowohl hochwertige Fertigung als auch einen schnellen Kapazitätsausbau zu ermöglichen und steht im Einklang mit nationalen Plänen, die private Unternehmen zur Beteiligung an der industriellen Modernisierung ermutigen.
„Ich wusste, dass Schiffbau hart ist, aber mir war nicht bewusst, wie hart. Er ist arbeitsintensiv, kapitalintensiv und technologieintensiv“, sagte Chen Jianhua, Vorstandsvorsitzender von Hengli.
Hengli plant, seine Produktionsstrategie weiter zu optimieren und schrittweise auf eine großvolumige Serienfertigung umzustellen. Dieser Ansatz soll die Effizienz steigern und die Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt stärken.
„Wir wollen die Branche transformieren und anführen. In Zukunft geht es nicht mehr darum, Schiffe einzeln nach individuellen Spezifikationen zu bauen. Stattdessen werden wir zehn, zwanzig, dreißig oder noch mehr Schiffe in Serien fertigen. Unser Ziel ist es, Schiffe zu bauen, deren Preis wir selbst bestimmen können“, so Chen.
Von staatseigenen Unternehmen, die den Bau hochwertiger Schiffe vorantreiben, bis hin zu privaten Firmen, die in kurzer Zeit intelligente Produktionsstandorte errichten, entwickelt sich Chinas Schiffbauindustrie unter dem 15. Fünfjahresplan kontinuierlich weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei die Integration intelligenter Fertigung mit grüner Produktion sowie die Stärkung von Kernwettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit.













