US-Iran-Spannungen: Teheran warnt vor Angriffen und kündigt Gegenreaktion an
Angesichts der sich weiter zuspitzenden Spannungen mit den Vereinigten Staaten hat der Iran am Donnerstag eindringlich vor möglichen militärischen Maßnahmen der USA gewarnt und zugleich seine militärische Bereitschaft erhöht.
Wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, nahm der Iran am selben Tag 1.000 im Inland entwickelte „strategische Kampfdrohnen“ in den Dienst seiner Streitkräfte. Auf Anordnung von Armeechef Amir Hatami wurden die Drohnen an die Boden-, Luftverteidigungs-, Marine- und Luftstreitkräfte verteilt. Sie seien in der Lage, sowohl feste als auch mobile Ziele zu Land, zu Wasser und in der Luft anzugreifen.
Darüber hinaus kündigte Teheran an, dass die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) am Sonntag und Montag in der Straße von Hormus sogenannte „Live-Feuer“-Manöver durchführen werde. Die Meerenge gilt als strategischer Engpass, über den rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Erdgastransports abgewickelt werden.
Ebenfalls am Donnerstag einigten sich die Außenminister der Europäischen Union darauf, die IRGC auf die Terrorliste der EU zu setzen. Der Generalstab der iranischen Streitkräfte verurteilte diesen Schritt scharf. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA warnte er, europäische Politiker trügen die direkte Verantwortung für die „prekären“ Folgen dieser Entscheidung.
Die jüngsten Entwicklungen folgen auf die Entsendung einer von einem Flugzeugträger angeführten US-Kampfgruppe in den Nahen Osten zu Beginn dieser Woche.












