Nacht-Jobmessen
China treibt Beschäftigungsoffensive mit flexibler Rekrutierung voran
China setzt seine aggressive Beschäftigungsstrategie für 2026 fort, nachdem es im vergangenen Jahr wichtige Ziele für den Arbeitsmarkt erreicht hat.
Nach den neuesten Zahlen des chinesischen Ministeriums für Humanressourcen und soziale Sicherheit wurden im Jahr 2025 landesweit 12,67 Millionen neue Arbeitsplätze in den Städten geschaffen, während die Arbeitslosenquote stabil bei 5,2 Prozent blieb.
Gestützt auf dieser Dynamik setzen die zentralen und lokalen Behörden eine Reihe von Instrumenten ein, darunter Abend- bzw. sogar Nacht-Jobmessen, Schulungen via künstliche Intelligenz (KI) und mehr. Ziel ist es, dass die Arbeitskräfte dadurch auf einem sich schnell verändernden Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig bleiben.
Im Zuge einer Umstellung auf flexiblere Einstellungsverfahren führte beispielsweise die ostchinesische Provinz Jiangsu im Januar „Nacht-Jobmessen“ ein, um diejenigen anzusprechen, die möglicherweise nicht an traditionellen Vorstellungsgesprächen am Tag teilnehmen können.
Bis Ende Februar sind in der Provinz insgesamt 350 solche regelmäßigen Abendveranstaltungen geplant, die es Arbeitssuchenden ermöglichen, neue Möglichkeiten zu erkunden, ohne ihre derzeitige Arbeit oder andere Verpflichtungen am Tag zu beeinträchtigen.
Die Provinz hat im Januar auch nächtliche Qualifizierungsprogramme ins Leben gerufen, in denen Arbeitnehmer zusätzliche gefragte Kenntnisse und Fähigkeiten wie die Produktion von Kurzvideos, die Zubereitung von Backwaren und KI-Wissen erwerben können, ohne ihre reguläre Arbeit zu beeinträchtigen, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet.
Der Fokus auf digitale Kompetenz spiegelt eine umfassendere nationale Priorität wider, die Arbeitskräfte auf die Auswirkungen neuer Technologien vorzubereiten.
Die Ministerin für Humanressourcen und soziale Sicherheit, Wang Xiaoping, sagte, dass die Erreichung der Vollbeschäftigung eine der obersten Prioritäten für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und ein wichtiger Motor für die qualitativ hochwertige Entwicklung des Landes sei.
Ihr zufolge werde sich das Ministerium 2026 auch weiterhin für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes einsetzen, indem es Arbeitgeber stärker politisch unterstütze, neue Industrien fördere und die Effizienz und Qualität der Arbeitsvermittlungsdienste verbessere.
„Wir werden unsere Bemühungen verstärken, Frühwarn- und Reaktionsmechanismen für die Auswirkungen der KI auf den Arbeitsmarkt einzurichten und die Überwachungs- sowie Frühwarnsysteme der Arbeitslosigkeit zu verbessern, um die Einführung gezielter und wirksamer Maßnahmen zu unterstützen“, so die Ministerin in einem Interview mit der People's Daily Ende Januar.
Wang fügte hinzu, dass Arbeitgebern, insbesondere in arbeitsintensiven Branchen, unterstützende Maßnahmen wie Steuersenkungen und finanzielle Subventionen zur Verfügung gestellt werden sollten, um zur Stabilisierung der Beschäftigung beizutragen.
„Es werden mehr Anstrengungen unternommen, um größeres Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen in aufstrebenden Branchen wie der digitalen und der grünen Wirtschaft zu fördern. Geplant ist es auch, die Wirtschaft auf Kreisebene und Initiativen zur Belebung des ländlichen Raums zu entwickeln, um die Beschäftigungsmöglichkeiten zu erweitern“, sagte sie.
Die Ministerin betonte auch die Bedeutung gezielter politischer Unterstützung und Arbeitsvermittlungsdienste für wichtige Gruppen wie Hochschulabsolventen und Wanderarbeiter sowie die Rolle von Qualifizierungsprogrammen für die Verbesserung der Berufsaussichten und die Steigerung des Einkommens.













