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CGTN-Umfrage | Bundesregierung prallt auf Bundesstaaten – „Amerika greift Amerika an“

CRI  |  
02.02.2026

„Sie fordern Frieden von uns, und wir geben ihn – doch dann werden wir vor einem Donut-Laden erschossen.“ Mit diesen Worten beschreibt Minnesotas Gouverneur Tim Walz die wachsende Konfrontation zwischen der US-Bundesregierung und einzelnen Bundesstaaten. Innerhalb eines Monats wurden zwei US-Bürger im Bundesstaat Minnesota von Strafverfolgungsbeamten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) erschossen.

Eine von CGTN durchgeführte Umfrage unter globalen Internetnutzern zeigt tiefe Besorgnis über die Lage: 92,2 % der Befragten glauben, dass die amerikanische Gesellschaft in einen Teufelskreis geraten sei, in dem „Gewaltvorfälle zu harten Kontrollen führen und harte Kontrollen weitere Spaltungen verschärfen“. Das Phänomen, dass „Amerika Amerika angreift“, verschärfe sich demnach weiter.

Die Ergebnisse spiegeln eine langjährige Problematik wider: 88,2 % der Befragten sehen gewalttätige Praktiken von Bundes-Strafverfolgungsbeamten als tief verwurzeltes gesellschaftliches Problem, das eng mit Rassendiskriminierung, Wohlstandsgefällen und der weiten Verbreitung von Schusswaffen verbunden sei.

Gleichzeitig wird das Sicherheitsgefühl in der amerikanischen Gesellschaft durch unzureichend kontrollierte Strafverfolgungspraktiken untergraben: 93,6 % der Befragten sind der Meinung, das US-System begünstige systematisch Gewalt missbrauchende Beamte, 93,4 % sehen den Vorfall nicht als Einzelfall, sondern als Folge sozialer Unordnung, institutionellen Versagens und politischer Polarisierung. 89 % glauben, dass die USA dadurch insgesamt unsicherer geworden seien.

Noch bevor die Untersuchungsergebnisse veröffentlicht wurden, wurde der tödliche Vorfall politisch instrumentalisiert: Die Trump-Administration machte demokratisch geführte Bundesstaaten und Städte verantwortlich, die die Zusammenarbeit mit ICE verweigerten, und sprach von „Demokraten-verursachtem Chaos“. Unterdessen stellte das demokratische Lager die Schießerei als jüngstes Beispiel für übermäßige Bundes-Strafverfolgung dar und nutzte sie, um gegen ein Finanzpaket zu argumentieren, das auch Mittel für das US-Heimatschutzministerium enthält. 

In diesem Zusammenhang sind 92,3 % der Befragten der Meinung, dass der Vorfall die tiefe Konfrontation zwischen den US-Parteien in der Einwanderungspolitik offenbare, wobei die öffentliche Sicherheit unter parteipolitischen Interessen leide. 91,1 % erwarten eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen Bundesstaaten und Bundesregierung, und 79,6 % äußerten große Sorge, dass ähnliche Vorfälle weiterhin auftreten werden.

Diese Umfrage wurde auf den englischen, spanischen, französischen, arabischen und russischen Plattformen von CGTN veröffentlicht. Innerhalb von 24 Stunden nahmen 19.444 Internetnutzer teil.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Umfrage,USA,CGTN