Trotz der US-Beschränkungen
Drei chinesische Halbleiterhersteller erstmals unter den weltweit 20 umsatzstärksten Unternehmen
Laut Daten des japanischen Forschungsunternehmens Global Net haben es 2025 erstmals drei chinesische Ausrüstungshersteller unter die weltweit 20 umsatzstärksten Unternehmen geschafft – ein Meilenstein für Chinas Halbleiterindustrie.
Dies markiert einen Anstieg gegenüber nur einem Unternehmen im Jahr 2022, bevor die US-Regierung strengere Beschränkungen einführte, und unterstreicht Chinas beschleunigte Fortschritte beim Ausbau der einheimischen Lieferkette.
Der Fortschritt ist das Ergebnis der harten Arbeit und der hohen Investitionen chinesischer Unternehmen in die Stärkung ihrer technologischen Kompetenz. Dennoch besteht laut Experten nach wie vor eine Lücke bei Kernanlagen wie Lithografiegeräten, und es sind weitere Anstrengungen erforderlich, um weitere Durchbrüche zu erzielen.
Die Umsatzrangliste zeigt einen Aufstieg der Naura Technology Group, die von Platz acht im Jahr 2022 auf Platz fünf im Jahr 2025 geklettert ist. Sie liegt nun nur noch hinter den globalen Giganten ASML, Applied Materials, Lam Research und Tokyo Electron.
Das 2001 gegründete Unternehmen Naura hat seinen Jahresumsatz für 2025 noch nicht bekannt gegeben, sodass Global Net die Rangliste teilweise auf geschätzten Daten basiert. Der Finanzdienstleister Suntime hat Prognosen mehrerer Wertpapierfirmen zusammengestellt und schätzte den Umsatz von Naura für 2025 auf 46,8 bis 52 Milliarden Yuan (5,71 bis 6,35 Milliarden Euro).
Neu auf Platz 13 der Liste ist Advanced Micro-Fabrication Equipment Inc China (AMEC), dessen Ätzgeräte technologisch zur Spitzenklasse aufschließen.
In der Chipherstellung ist das Ätzen ein Schlüsselprozess, bei dem unerwünschte Materialschichten selektiv von einem Siliziumwafer entfernt werden, um präzise 3D-Muster, Schaltkreise und Transistorstrukturen zu gravieren.
Shanghai Micro Electronics Equipment, das sich auf Lithografiegeräte spezialisiert hat, die Schaltungsmuster auf Siliziumwafer „drucken”, sicherte sich den 20. Platz. Das in Shanghai ansässige Unternehmen räumt zwar Generationsunterschiede zum Marktführer ASML ein, unterstreicht jedoch mit seiner Präsenz die inländischen Fähigkeiten Chinas in diesem äußerst wichtigen und anspruchsvollen Segment.
Bei einer Erweiterung der Liste auf die Top 30 würden zwei weitere chinesische Unternehmen hinzukommen – ACM Research und Hwatsing Technology.
Dieser kollektive Aufstieg wird weithin als direkte Reaktion auf die von den USA angeführten Exportkontrollen für fortschrittliche Halbleitertechnologien angesehen, die Chinas Bestrebungen nach größerer Selbstversorgung bei Chipfertigungswerkzeugen vorangetrieben haben.
Chinas riesiger Binnenmarkt, der mittlerweile der weltweit größte Markt für Chipfertigungsanlagen ist, bietet ebenfalls eine leistungsstarke Startrampe. Der globale Halbleiterindustrieverband SEMI, dem mehr als 3.000 Mitgliedsunternehmen angehören, schätzt, dass der weltweite Umsatz mit Halbleiterfertigungsanlagen im Jahr 2025 133 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Damit würde der bisherige Rekord von 104,3 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2024 übertroffen.













