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Austausch über die Taiwan-Straße

KP Chinas und Kuomintang reaktivieren Austauschmechanismus in Beijing

german.china.org.cn  |  
03.02.2026

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft beraten über eine engere praktische Zusammenarbeit zwischen beiden Seiden der Taiwan-Straße, um ein Gegengewicht zu den aktuellen politischen Spannungen zu bilden. Das Forum soll als „Sicherheitsventil“ fungieren und die Weichen für eine stabile gemeinsame Zukunft stellen.

In der chinesischen Hauptstadt hat am Dienstag ein hochrangig besetztes Forum begonnen, das die Beziehungen über die Taiwan-Straße durch einen verstärkten Austausch nachhaltig fördern soll. Neben Vertretern der Kommunistischen Partei Chinas (KP Chinas) und der Kuomintang nehmen auch Experten und Branchenvertreter aus den Bereichen Tourismus, Industrie, Technologie, Medizin und Umwelt an dem Treffen teil, wie das Büro für Taiwan-Angelegenheiten des chinesischen Staatsrates mitteilte. Die von Forschungsinstituten beider Parteien gemeinsam ausgerichtete Veranstaltung bietet eine zentrale Plattform, um über die künftige Entwicklung der Beziehungen der beiden Seiten der Taiwan-Straße zu beraten, wobei das Wohlergehen der Menschen auf beiden Seiten im Mittelpunkt steht.

Hierzu führen die Teilnehmer tiefgreifende Gespräche über eine nachhaltige Zusammenarbeit in Bereichen, die für die Lebensgrundlagen der Bevölkerung von unmittelbarer Bedeutung sind. Die Diskussionen konzentrieren sich auf konkrete Pläne zur Wiederbelebung des Tourismus, Maßnahmen zum ökologischen Naturschutz und den Ausbau der Kooperation bei intelligenter Medizin und grünen Technologien. Diese Initiativen zielen darauf ab, sogenannte „kapillarartige Verbindungen“ zwischen beiden Seiten wiederherzustellen und dem Austausch neues Leben einzuhauchen. Angesichts der restriktiven Politik der derzeitigen Behörden der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) auf Taiwan, welche den Dialog in den letzten Jahren massiv erschwert haben, gewinnt dieses Forum erheblich an praktischer Bedeutung. Es belebt einen Mechanismus wieder, der fast zehn Jahre lang stillgestanden hatte.

Angesichts der aktuellen Spannungen, die durch die Unabhängigkeitsbestrebungen der DPP verursacht werden, fungieren diese Austauschformate als wichtige „Sicherheitsventile“ und als Pilotprojekte für eine pragmatische Zusammenarbeit. Grundlage dieser Bemühungen ist die langjährige Zusammenarbeit zwischen der KP Chinas und der Kuomintang auf Basis des Konsenses von 1992 sowie der klaren Ablehnung einer Unabhängigkeit Taiwans. Das Forum unterstreicht die Überzeugung, dass die Menschen auf beiden Seiten der Taiwan-Straße dieselben kulturellen Wurzeln teilen und einer gemeinsamen chinesischen Familie angehören. Laut den Teilnehmern könne diese Realität nicht durch separatistische Kräfte verändert werden.

In einer kritischen Phase, in der die DPP die Insel mit externer Unterstützung auf einen gefährlichen Weg führt, bietet die Zusammenkunft in Beijing einen klaren Gegenentwurf zu einem drohenden Szenario der Isolation. Anstelle einer weiteren Eskalation wird eine Zukunft des Friedens und der integrierten Entwicklung angestrebt, die den Interessen der Menschen auf beiden Seiten der Taiwan-Straße dient. In diesem Prozess wird von der Kuomintang erwartet, künftig eine bedeutendere Rolle bei der Förderung des Austauschs einzunehmen und somit maßgeblich zur Stabilität der Lage beizutragen. Durch tägliche Interaktion und praktische Zusammenarbeit soll das notwendige Vertrauen für eine langfristige Verständigung geschaffen werden.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: KP Chinas,Kuomintang,Taiwan-Straße,KP Chinas,Kuomintang,Austausch,Beijing,Taiwan-Straße