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Kooperationsdividende

„Export nach China“-Initiative 2026 als Signal für weiter geöffnete Märkte

german.china.org.cn  |  
05.02.2026

China hat am Mittwoch in Beijing die erste Veranstaltung der „Großer Markt für alle: Export nach China“-Initiative 2026 gestartet. Handelsminister Wang Wentao erklärte, die Durchführung dieser Initiative sei eine proaktive Maßnahme Chinas, um die eigeninitiierte Öffnung zu erweitern, Importe aktiv zu erhöhen und eine ausgewogenere Handelsentwicklung zu fördern. Aus der Perspektive der Handelspartner stelle sie zudem eine innovative Initiative dar, um gemeinsam die „Kooperationsdividende“ zu vergrößern und das multilaterale Handelssystem sowie den Freihandel zu bewahren.

„China ist bereits der drittgrößte Handelspartner Großbritanniens, doch es bleibt erhebliches Potenzial, den bilateralen Handel noch weiter auszubauen, da China unter dieser neuen Initiative den Binnenkonsum ankurbeln und hochwertige Importe steigern will“, sagte der britische Botschafter in China, Peter Wilson, in seiner Rede. Großbritannien ist eines der Themenländer der Veranstaltung in diesem Jahr.

Oliver Oehms, Hauptrepräsentant der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Beijing, teilte diese positive Einschätzung. Er verwies darauf, dass einige bekannte deutsche Sportmarken großes Interesse chinesischer Investoren gefunden hätten.

„Wenn Unternehmen keine Angst vor Wettbewerb haben, dann ist China genau der Markt, in dem sie aktiv sein sollten“, so Oehms. Er betonte auch das Vertrauen in die chinesischen Wirtschaftsgrundlagen: „Alle Maßnahmen, die die Binnennachfrage stimulieren, liegen im Interesse der deutschen Industrie und finden ihre Unterstützung.“

Für die kommende Fünfjahresplan-Periode betonte Oehms, Zukunftstechnologien würden als Schlüsselbereiche der Kooperation dienen: „Bereiche wie KI, Robotik und intelligente Fertigung entwickeln sich rasant. China gehört hier in vielerlei Hinsicht bereits zur weltweiten Spitze und ist somit ein attraktiver Markt für deutsche Unternehmen, um mit führenden chinesischen Technologieanbietern zu kooperieren.“ Die Kammer sehe der offiziellen Veröffentlichung des nächsten Fünfjahresplans erwartungsvoll entgegen und sei zuversichtlich, dass dieser weiterhin neue Marktteilnehmer anziehen werde.

Botschafter Wilson unterstrich ebenfalls die Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit mit China: „Wir wollen enger mit China kooperieren, auch in der WTO, wo wir mehr Engagement zum Schutz des multilateralen Handelssystems für notwendig halten. Beide Länder sind sich einig, dass die Vereinten Nationen das Fundament des regelbasierten internationalen Systems bilden.“

Nach Angaben des Handelsministeriums (MOFCOM) übertraf Chinas Wirtschaftsleistung 2025 – als weltweit zweitgrößter Konsum- und Importmarkt – 140 Billionen Yuan (19,5 Billionen US-Dollar). Der Einzelhandelsumsatz überschritt erstmals 50 Billionen Yuan, die Importe stiegen auf 18,5 Billionen Yuan. China ist mittlerweile der wichtigste Exportmarkt für über 80 Länder und Regionen.

Das Ministerium kündigte an, 2026 mehr als 100 Veranstaltungen der „Großer Markt für alle: Export nach China“-Initiative durchzuführen. Als Themenländer wurden für dieses Jahr unter anderem Großbritannien, Kasachstan, Kenia und Thailand eingeladen, um mehr hochwertige globale Waren und Dienstleistungen beim Markteintritt in China zu unterstützen und China zum bevorzugten Exportziel für weitere Länder zu machen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Export,China,Märkte