Landwirtschaftliche Modernisierung als Fundament der nächsten Entwicklungsphase
Mit der Veröffentlichung des „Zentralen Dokuments Nr. 1“ Anfang Februar setzt China zu Beginn des 15. Fünfjahresplans klare Akzente für die Entwicklung von Landwirtschaft und ländlichen Regionen. Bereits zum 14. Mal seit dem 18. Parteitag widmet sich dieses zentrale Leitdokument den „drei ländlichen Fragen“ – ein Hinweis auf ihre anhaltende strategische Bedeutung.
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat mehrfach betont, dass steigendes Einkommen der Landbevölkerung der Kern der Agrar- und Rural-Politik sei. Entsprechend rückt das Dokument 2026 die stabile Einkommensentwicklung der Landwirte in den Mittelpunkt, insbesondere durch höhere betriebliche Erträge und gesichertes Lohneinkommen. Gleichzeitig wird der Übergang von der zeitlich begrenzten Unterstützung nach der Armenhilfe hin zu einer dauerhaften, präzisen Förderstruktur vollzogen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Getreidesicherheit. Die Zielmarke für die Getreideproduktion liegt weiterhin bei rund 700 Milliarden Kilogramm, flankiert von Investitionen in Ackerlandqualität, Bewässerungssysteme und moderne Agrartechnologie. Digitale Anwendungen, intelligente Maschinen und neue Zuchttechnologien sollen dazu beitragen, Produktivität und Resilienz der Landwirtschaft zu erhöhen.
Darüber hinaus adressiert das Dokument die umfassende Modernisierung des ländlichen Raums: bessere Infrastruktur, stabilere öffentliche Dienstleistungen, neue Impulse für regionale Wertschöpfung und ökologische Aufwertung. Die Landwirtschaft wird dabei nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil integrierter Wirtschafts- und Lebensräume verstanden.
Vor dem Hintergrund des Starts des 15. Fünfjahresplans wird deutlich, dass Landwirtschaft und ländliche Entwicklung als Basis und Stabilitätsanker der Modernisierung chinesischer Art gesehen werden. Das Beispiel des „Zentralen Dokuments Nr. 1“ macht deutlich, dass langfristige Planung, Getreidesicherheit und Einkommensentwicklung im ländlichen Raum als zentrale Voraussetzungen für eine tragfähige Modernisierung verstanden werden.












