share
Home> International

USA und Iran führen indirekte Atomgespräche in Oman - Beteiligte bewerten Auftakt als positiv

CRI  |  
09.02.2026

Am Freitag führten der Iran und die Vereinigten Staaten in der omanischen Hauptstadt Maskat indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm. Es handelt sich um die erste entsprechende Gesprächsrunde zwischen beiden Seiten seit den US-Luftangriffen auf iranische Nuklearanlagen im Juni 2025.

Foto / Xinhua

Nach Abschluss der Gespräche verließ Irans Außenminister Abbas Araghtschi noch am selben Abend Maskat und kehrte nach Teheran zurück. In einem Interview erklärte Araghtschi, die iranische Delegation müsse zu „zentralen Fragen“ Rücksprache in der Heimat halten, um sich auf die nächste Gesprächsrunde vorzubereiten. Er sagte, der Auftakt der Verhandlungen sei gut verlaufen, und beide Seiten hätten sich darauf verständigt, den Dialog fortzusetzen. Zugleich betonte er, dass der Verzicht auf Drohungen und Druck eine notwendige Voraussetzung für jeden Dialog sei.

Der omanische Außenminister Badr bin Hamad Al Busaidi erklärte am selben Tag, die Gespräche seien „sehr ernsthaft“ gewesen und hätten dazu beigetragen, dass der Iran und die USA ihre jeweiligen Positionen klärten und Bereiche identifizierten, in denen Fortschritte möglich seien. Beide Seiten würden die Ergebnisse der Gespräche in ihre Hauptstädte mitnehmen und sorgfältig prüfen. Zu einem geeigneten Zeitpunkt sei eine weitere Gesprächsrunde geplant.

US-Präsident Donald Trump erklärte ebenfalls am selben Tag, die USA und Iran hätten „sehr gute Gespräche“ geführt, und Iran scheine „sehr daran interessiert zu sein, ein Abkommen zu erreichen“. Beide Seiten planten, die Verhandlungen in der kommenden Woche fortzusetzen, ohne den Ort zu nennen. Zugleich bekräftigte Trump erneut, dass Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe, und warnte, dass die Folgen „sehr schwerwiegend“ seien, falls kein Abkommen zustande komme.

Foto / Xinhua

Das iranische Präsidialamt veröffentlichte eine Erklärung, in der es den Auftritt Araghtschis und seiner Delegation in Oman ausdrücklich würdigte. Der Besuch habe den vom Obersten Führer formulierten Grundsätzen von „Würde, Weisheit und Abwägung“ entsprochen, eine Grundlage für künftige „faire und gerechte Verhandlungen“ geschaffen und Anlass zu vorsichtigem Optimismus hinsichtlich der weiteren Entwicklung gegeben.

Parallel zu den diplomatischen Kontakten hält die US-Seite an ihrer Politik des „maximalen Drucks“ gegenüber dem Iran fest. Das US-Außenministerium gab am Freitag bekannt, Sanktionen gegen mit dem iranischen Ölhandel verbundene Unternehmen, Einzelpersonen und Öltanker zu verhängen. Das Weiße Haus erklärte zudem, dass Trump am selben Tag eine Durchführungsverordnung unterzeichnet habe, wonach ab Samstag zusätzliche Zölle gegen Länder erhoben werden sollen, die Handelsbeziehungen mit Iran unterhalten.

UN-Generalsekretär António Guterres sowie Saudi-Arabien, Ägypten, Katar, Jordanien und weitere Akteure begrüßten am selben Tag die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Oman. Sie riefen beide Seiten dazu auf, die Spannungen durch diplomatische Mittel abzubauen und Frieden und Stabilität in der Region zu fördern.

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: CRI

Schlagworte: USA,Iran,Atomgespräche