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Globaler Investitionsstandort

Shanghai nach wie vor an der Spitze

german.china.org.cn  |  
09.02.2026

Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen verzeichnet Shanghai einen deutlichen Anstieg bei Firmengründungen und ausländischem Kapital. Insbesondere der High-Tech-Sektor und der Außenhandel treiben das Wachstum der Wirtschaftsmetropole auf neue Rekordwerte.

Shanghai festigt seine Position als eines der weltweit attraktivsten Ziele für Auslandsinvestitionen. Im vergangenen Jahr wurden in der ostchinesischen Metropole mehr als 6.300 neue Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung gegründet, was einer Steigerung von 6,8 Prozent entspricht. Wie Shen Weihua, der Direktor der städtischen Handelskommission, am vergangenen Samstag auf einer Pressekonferenz mitteilte, erreichten die vertraglich vereinbarten Auslandsinvestitionen im Jahr 2025 ein Volumen von 18 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von fast 20 Prozent entspricht.

Shen zufolge unterstreichen diese Zahlen Shanghais dauerhafte Anziehungskraft als bevorzugter Standort für internationale Investoren und als strategischer Knotenpunkt für die globalen Wertschöpfungs- und Lieferketten multinationaler Konzerne. Die Nutzung des ausländischen Kapitals zeichne sich laut Shen durch eine stabile Größenordnung, hochwertige Qualität und eine dynamische Entwicklung aus. Besonders deutlich wird dieser Qualitätssprung im Hightech-Sektor: Während des 14. Fünfjahresplans (2021–2025) stieg der Anteil der High-Tech-Industrien an den tatsächlich genutzten Auslandsinvestitionen auf 33 Prozent. Dies entspricht einem Zuwachs von zehn Prozentpunkten gegenüber den vorangegangenen fünf Jahren.

Die Attraktivität der Stadt spiegelt sich auch in der Ansiedlung von Management- und Forschungseinrichtungen wider. So zählte Shanghai bis Ende letzten Jahres 1.076 regionale Hauptsitze multinationaler Unternehmen sowie 636 ausländisch finanzierte Forschungs- und Entwicklungszentren. Um diesen Trend noch weiter zu verstärken, plant die Stadt, die Öffnung des Dienstleistungssektors in Bereichen wie Telekommunikation, Gesundheitswesen, Bildung und Finanzen weiter voranzutreiben. Dabei orientiert sie sich an internationalen wirtschaftlichen und handelspolitischen Standards.

Der Fokus liegt zukünftig verstärkt auf der Transformation der Industrie. Shanghai strebt ein zweistelliges Wachstum des Produktionswertes in führenden Fertigungsbereichen an. Bis zum Jahr 2030 sollen 500 fortschrittliche „Smart Factories” (intelligente Fabriken) entstehen. Zudem soll die Roboterdichte auf 600 Einheiten pro 10.000 Einwohner steigen. Luo Dajin, Direktor der Kommission für Wissenschaft und Technologie, betonte außerdem, dass die Stadt verstärkt in Pionierfelder wie Quantencomputing, 6G, Gehirn-Computer-Schnittstellen sowie Zell- und Gentherapie investiere, um diese Zukunftstechnologien zur Marktreife zu bringen.

Auch im Bereich des Außenhandels setzt Shanghai neue Maßstäbe. Das gesamte Handelsvolumen überstieg im vergangenen Jahr die Marke von 4,5 Billionen Yuan (ca. 648,5 Milliarden US-Dollar) und erreichte damit neue Rekordwerte bei Importen und Exporten. Dabei übertraf das Wachstum der Stadt den nationalen Durchschnitt deutlich: bei den Exporten um 4,7 Prozentpunkte und beim Gesamthandel um 1,3 Prozentpunkte. Besonders hervorzuheben ist der Dienstleistungshandel, der rund ein Viertel des gesamten chinesischen Volumens ausmacht und Shanghai damit an die Spitze aller chinesischen Städte katapultiert. Für die Zukunft plant die Verwaltung, den grenzüberschreitenden E-Commerce sowie den digitalen Handel weiter zu fördern, um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Metropole langfristig zu sichern.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Shanghai,Investition,Anstieg,High-Tech