Chinesische Trendspielzeuge erobern die Welt
Pop Mart gab am Sonntag bekannt, dass der weltweite Absatz seiner Flaggschiff-Puppenserie LABUBU im Jahr 2025 die Marke von 100 Millionen Stück überschritten und der Gesamtabsatz aller IP-Kategorien („IP“ steht für geistiges Eigentum) 400 Millionen Stück überstiegen habe.
Branchenbeobachtern zufolge unterstreichen diese beeindruckenden Zahlen das starke Potenzial des chinesischen Trendspielzeugsektors, der von Pop Mart angeführt wird und sich weltweit eine führende Position sichern könnte.
Als eines der bekanntesten IPs von Pop Mart zeigt das Ergebnis, dass weltweit mehr als drei LABUBU-Figuren pro Sekunde gekauft werden. Die Zahlen wurden vom Unternehmensgründer Wang Ning auf der Jahreskonferenz bekannt gegeben.
Nach Angaben des Unternehmens werden seine Produkte mittlerweile in mehr als 100 Ländern und Regionen vertrieben, mit insgesamt mehr als 700 Geschäften, die von sechs großen Lieferkettenzentren unterstützt werden. Im Jahr 2025 beschäftigte Pop Mart weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter, während die Zahl der registrierten Mitgliedershops 100 Millionen überschritt.
Nach Beobachtermeinungen begann 2025 Chinas trendige Spielzeugindustrie, die Geschäftslandschaft neu zu gestalten. Was die Welt zunehmend anerkenne, sei nicht nur „Made in China“, sondern auch chinesische IPs und die starken IP-Inkubationsfähigkeiten chinesischer Unternehmen.
Auch die Finanzergebnisse des aufstrebenden chinesischen IP-Entwicklers Here Group Limited unterstreichen diesen Trend: Die IP WAKUKU, die kürzlich weltweite Anerkennung gefunden hat, erzielte im letzten Geschäftsquartal einen Umsatz von 89,73 Millionen Yuan (etwa 11 Millionen Euro). Vom 1. Juli bis zum 30. September 2025 verzeichnete ZIYULI, eine bei chinesischen Verbrauchern beliebte Marke, einen Umsatz von 20,76 Millionen Yuan (2,5 Millionen Euro), während SIINONO nach seiner Einführung im Juli 2025 einen Umsatz von 12,89 Millionen Yuan (etwa 1,6 Millionen Euro) erzielte. Das Unternehmen ist mittlerweile in rund 20 Ländern aktiv und verstärkt laut eigenen Angaben weiterhin seine Bemühungen, seine internationale Präsenz auszubauen.
Unabhängig davon erklärte Ye Guofu, CEO der chinesischen Lifestyle-Marke MINISO, kürzlich, dass das Unternehmen in drei Jahren weltweit 10.000 Filialen betreiben wolle, um sich als wichtiger globaler Vertriebskanal für chinesische IPs zu positionieren und 100 chinesische IPs im Ausland zu etablieren, wie das New-Economy-Forschungsinstitut iiMedia Research berichtet.
MINISO hat bisher eine Reihe eigener geistiger IPs entwickelt, darunter YOYO und die „Gifort Bear“-Serie. Der Umsatz der „Gifort Family“-Produkte habe sich im ersten Quartal 2025 auf über 63 Millionen Yuan belaufen, wobei allein das geistige Eigentum „Gifort Bear“ einen Umsatz von 48 Millionen Yuan erzielt habe, so iiMedia Research.
Laut der Nachrichtenagentur Xinhua beliefen sich Chinas Exporte von Festtagsartikeln, Puppen und Spielzeug mit Tiermotiven in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 auf über 500 Milliarden Yuan und erreichten mehr als 200 Länder und Regionen. Im Inland hergestellte „trendige“ Produkte hätten somit einen beträchtlichen Anteil ausgemacht.
Xinhua hatte zuvor berichtet, dass der Gesamtproduktionswert des trendigen Spielzeug-Industrieclusters in Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong von 126,22 Milliarden Yuan im Jahr 2022 auf 155,06 Milliarden Yuan im Jahr 2024 gestiegen sei. Gleichzeitig seien die jährlichen Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen lokaler Unternehmen um durchschnittlich 31 Prozent gestiegen, während die Zahl der originären geistigen Eigentumsrechte 100 überschritten habe.












