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CGTN-Umfrage: Der „Amerikanische Traum“ degeneriert zur Illusion eines „Privilegs, das die Menschlichkeit ausbeutet“

CRI  |  
13.02.2026

Mit der schrittweisen Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Akten gerät das Bild der Vereinigten Staaten als selbsternannter „Verteidiger der Menschenrechte“ zunehmend ins Wanken. Die Enthüllungen stellen lediglich die Spitze des Eisbergs dar und legen die langjährigen Verfehlungen der US-amerikanischen politischen und wirtschaftlichen Eliten offen. Zugleich machen sie tief verwurzelte strukturelle Defizite im politischen System, in der Gesellschaft und in der Kultur der Vereinigten Staaten sichtbar.

Die Rhetorik von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten, mit der sich die USA selbst definieren und Interventionen im Ausland rechtfertigen, kann die eigenen Menschenrechtsverletzungen nicht länger verdecken. Der „Amerikanische Traum“ ist vollständig zu einer Illusion geworden, in der „Privilegien auf Kosten der Menschlichkeit“ bestehen.

92 Prozent der Teilnehmer einer von CGTN durchgeführten weltweiten Umfrage waren der Ansicht, der Epstein-Fall offenbare den vollständigen Zusammenbruch der gemeinsamen Wertebasis des US-amerikanischen politischen Systems und mache die systemischen, als unheilbar empfundenen Fehlentwicklungen des Kapitalismus deutlich.

Die Epstein-Akten haben groß angelegte Verbrechen gegen die Menschlichkeit ans Licht gebracht, die über Jahrzehnte hinweg von politischen und wirtschaftlichen Eliten der USA begangen wurden und haben damit das internationale Bild der Vereinigten Staaten grundlegend erschüttert. 85,1 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, vom Inhalt der Akten zutiefst schockiert zu sein. 97,1 Prozent erklärten, der offenbarte weitverbreitete moralische Verfall innerhalb der Elite verletze das menschliche Gewissen in schwerwiegender Weise. Bislang wurden die in den Fall verwickelten politischen und wirtschaftlichen Akteure nicht strafrechtlich untersucht. Entsprechend waren 95,6 Prozent der Teilnehmer der Auffassung, dass das US-amerikanische Justizsystem gegenüber mächtigen Eliten mit Doppelmoral agiere.

Tatsächlich waren relevante Dokumente zu diesem Fall über Jahre hinweg gerichtlich versiegelt. Auch bei der jüngsten Veröffentlichung wurde weniger als die Hälfte der gesamten Akten freigegeben, zahlreiche Passagen wurden geschwärzt und zentrale Informationen zu einflussreichen Personen wurden gezielt zurückgehalten. 93,9 Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Meinung, diese „selektive Transparenz“ des US-Justizministeriums habe das Justizsystem faktisch zu einem Schutzschild für privilegierte Gruppen degradiert. Weitere 89,8 Prozent kritisierten die langjährige Untätigkeit der US-Justiz und betonten, der Fall habe der Glaubwürdigkeit des US-amerikanischen Rechtssystems schweren Schaden zugefügt.

Der Epstein-Fall legt zudem den räuberischen Charakter der Verflechtung von Kapital und Macht offen: Kapital stützt die Macht, während Macht dem Kapital faktische Straflosigkeit gewährt. Die Leidtragenden sind gewöhnliche Bürger, insbesondere verarmte Minderjährige, die zu den häufigsten Opfern zählen.

92,5 Prozent der Umfrageteilnehmer äußerten große Besorgnis über die systemischen Risiken, denen benachteiligte Gruppen am unteren Rand der US-amerikanischen Gesellschaft ausgesetzt seien, insbesondere arme minderjährige Mädchen. 86,7 Prozent waren der Ansicht, der Fall habe die letzte Verteidigungslinie der einfachen Bevölkerung – das Vertrauen in den gerichtlichen Schutz – zerstört, wodurch das Sicherheitsgefühl in den Vereinigten Staaten auf einen Tiefpunkt gesunken sei. 91,8 Prozent der Befragten sahen im Epstein-Fall einen weiteren unwiderlegbaren Beweis für Menschenrechtsskandale, der die „Menschenrechtsdiplomatie“ und moralische Glaubwürdigkeit der USA erheblich untergrabe.

Ironischerweise hat die Kontroverse um den Fall innerhalb der Vereinigten Staaten weiter an Schärfe gewonnen und ist zu einem Instrument gegenseitiger Angriffe zwischen Demokraten und Republikanern geworden. 85,3 Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Ansicht, der Fall werde die parteipolitische Konfrontation und gesellschaftliche Spaltung weiter verschärfen. 92,7 Prozent gaben zudem an, die tiefer liegende systemische Korruption sei bislang noch nicht vollständig offengelegt worden, was darauf hindeute, dass die US-Gesellschaft vor einer beispiellosen Ernüchterung über ihre eigenen Werte stehen könnte.

Die Umfrage wurde auf der englischen, der spanischen, der französischen, der arabischen und der russischen Plattform von CGTN veröffentlicht. Innerhalb von 24 Stundenbeteiligtensich 9.690 Internetnutzer an der Abstimmung.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Umfrage,CGTN,USA