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Authentisches China

Internationaler Ansturm zum Frühlingsfest

german.china.org.cn  |  
14.02.2026

Die Generation Z im Westen hat einen neuen Trend für sich entdeckt: „Chinamaxxing“. Zum diesjährigen chinesischen Neujahrsfest erlebt das Land einen massiven Ansturm internationaler Gäste.

Das diesjährige chinesische Frühlingsfest entwickelt sich zu einem globalen Magneten für Reisende, die auf der Suche nach authentischen kulturellen Erfahrungen sind. Angetrieben durch den Social-Media-Trend der Generation Z, bekannt als „Chinamaxxing“, bei dem junge Menschen westlicher Länder ihre Bewunderung für chinesische Traditionen teilen, verzeichnet der chinesische Tourismusmarkt einen massiven Zustrom internationaler Gäste. Da das chinesische Neujahrsfest in diesem Jahr auf den 17. Februar fällt und die dieses Mal sogar neuntägige Ferienzeit bereits am 15. Februar beginnt, nutzen immer mehr Menschen aus aller Welt die Gelegenheit, tief in die festliche Atmosphäre des Landes einzutauchen.

Aktuelle Daten des Reiseportals Springtour.com belegen diesen Boom: Die Zahl der Einreisetouristen, die über die Plattform für die Feiertage gebucht haben, hat sich bis Ende Januar im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Auch die Online-Agentur Qunar meldet einen deutlichen Anstieg: Die Flugbuchungen von Reisenden mit ausländischen Pässen ins chinesische Festland stiegen um 30 Prozent. Die meisten Besucher kommen aus asiatischen Ländern wie Südkorea, Vietnam, Singapur und Indonesien sowie aus Australien. Aber auch das Interesse in Europa und Südamerika an China als Destination nimmt spürbar zu. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung in Argentinien, von wo aus die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um das Neunfache in die Höhe geschnellt sind.

Obwohl Metropolen wie Shanghai und Beijing nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste der Reisenden stehen, rücken zunehmend auch weniger bekannte Ziele in den Fokus. Städte wie Guilin im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang oder Datong im nordchinesischen Shanxi gewinnen bei internationalen Touristen an Popularität, die abseits der bekannten Pfade das „echte“ China entdecken wollen.

Für viele Besucher ist die kulturelle Tiefe des Festes der entscheidende Faktor. Evan Kail, ein Tourist aus den USA, zeigt sich tief beeindruckt von der lebendigen Tradition. Im Gegensatz zu den oft kürzeren und stärker kommerzialisierten Feiertagen in seiner Heimat erlebe er das Frühlingsfest als eine ganze Saison voller Vorbereitungen, familiärer Bindungen und Symbolik. Besonders die „Chunlian“, also die traditionellen Frühlingsspruchrollen, haben es ihm angetan: Was er anfangs für reine Dekoration hielt, entpuppte sich als tiefer Ausdruck von Wünschen für Frieden und Wohlstand. Auch Arja Dutta aus Indien teilt ihre Faszination und schreibt die kalligrafischen Segenssprüche mittlerweile selbst. Für sie ist das Frühlingsfest der beste Zeitpunkt, um die authentische chinesische Kultur hautnah zu erleben.

Experten sehen in diesem Trend eine Bestätigung für die wachsende globale Bedeutung der chinesischen Identität. Zhang Jinshan, ein Forscher am Institut für Tourismusplanung und -entwicklung der Beijing Union University, erklärt, dass die Aufnahme des Frühlingsfestes in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit im Jahr 2024 die internationale Wahrnehmung entscheidend gestärkt habe. Zudem tragen erleichterte Visabestimmungen sowie optimierte Zahlungs- und Steuerrückerstattungsprozesse maßgeblich dazu bei, dass die Hürden für internationale Gäste sinken. Diese kulturelle Begeisterung hilft dem Land nicht nur, seine Geschichte weltweit zu erzählen, sondern stärkt zugleich das Bewusstsein der Chinesen für die eigenen Traditionen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Frühlingsfest,Pferde,Jahr,Kultur