Münchner Sicherheitskonferenz beginnt mit Fokus auf transatlantische Spannungen
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat am Freitag vor dem Hintergrund wachsender transatlantischer Spannungen und einer zunehmend volatilen geopolitischen Lage begonnen.
Politiker aus aller Welt versammelten sich auf der MSC, um über regionale und globale Sicherheitsfragen sowie die internationale Ordnung zu diskutieren. Dabei spielen die anhaltenden US-Strafzölle auf wichtige Handelspartner, Streitigkeiten über europäische Verteidigungsabkommen und erneute Spannungen um Grönland eine zentrale Rolle, die die Belastungen innerhalb der transatlantischen Allianz verstärken.
In seiner Eröffnungsrede betonte MSC-Vorsitzender Wolfgang Ischinger, dass die Konferenz in einer Zeit „wachsender Unsicherheit“ stattfinde, in der mehr gleichzeitige Konflikte und Krisen herrschen als je zuvor in der über 60-jährigen Geschichte der Veranstaltung. „Insbesondere die transatlantische Beziehung befindet sich an einem Wendepunkt“, sagte Ischinger. Er sprach von einer „beispiellosen Herausforderung“ und hinterfragte, ob die USA ihre europäischen Verbündeten noch als echte Partner betrachten.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz wies darauf hin, dass sich eine „Kluft“ zwischen Europa und den Vereinigten Staaten aufgetan habe, und erinnerte daran, dass US-Vizepräsident JD Vance dies bereits auf der MSC des vergangenen Jahres offen angesprochen hatte. „Die transatlantische Partnerschaft ist nicht mehr etwas, das wir einfach für selbstverständlich halten können“, warnte Merz.
Insgesamt werden bei der diesjährigen MSC rund 60 Staats- und Regierungschefs sowie etwa 100 Außen- und Verteidigungsminister erwartet.











