Wang Yi: Globale Governance durch Reformen verbessern

Die globale Governance sollte durch Reformen verbessert werden, um den richtigen Lauf der Geschichte sicherzustellen, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Samstag.
Wang, der zugleich Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas ist, äußerte sich während der Sitzung „China in der Welt“ im Rahmen der laufenden Münchner Sicherheitskonferenz.
Er erklärte, die internationale Lage sei im vergangenen Jahr zunehmend volatil und komplex geworden. Unilateralismus und das „Gesetz des Dschungels“ würden sich verbreiten, während Frieden und Entwicklung an einem neuen Scheideweg stünden.
Wang verwies in diesem Zusammenhang auf die von Staatspräsident Xi Jinping vorgeschlagene Globale Governance Initiative. Diese fordere die Achtung der souveränen Gleichheit, die Stärkung des internationalen Rechts, die konsequente Umsetzung von Multilateralismus sowie einen menschenzentrierten und handlungsorientierten Ansatz, um ein gerechteres und vernünftigeres System globaler Governance aufzubauen.
Er rief die globale Gemeinschaft dazu auf, die globale Governance durch Reformen zu verbessern und den Kurs des „historischen Schiffes“ anzupassen.
In seinen Ausführungen machte Wang vier zentrale Vorschläge: Erstens müsse das System der Vereinten Nationen revitalisiert werden. Zweitens sollten die Staaten der Welt enger koordinieren und kooperieren. Drittens müsse Multilateralismus konsequent praktiziert werden. Viertens müsse die Beendigung von Kriegen und die Förderung des Friedens oberste Priorität erhalten.
Chinas Position eindeutig: Alle regionalen Konflikte sollten durch Dialog und Konsultation gelöst werden, und dasselbe gelte auch für die Ukraine-Frage.
Europa dürfe in diesem Prozess kein Zuschauer bleiben. Wang erinnerte daran, dass Europa seit dem Beginn des Dialogs zwischen den Vereinigten Staaten und Russland Anfang des vergangenen Jahres zunehmend an den Rand gedrängt worden sei. Da der Konflikt auf europäischem Boden stattfinde, habe Europa das Recht und sollte sich zum richtigen Zeitpunkt an Verhandlungen beteiligen. „Europa sollte nicht auf der Speisekarte stehen, sondern am Tisch“, sagte er.
China unterstütze Europa dabei, den Dialog mit Russland aufzunehmen und eigene Vorschläge sowie Lösungen einzubringen. Durch die Bearbeitung der tieferen Ursachen des Konflikts müsse eine ausgewogenere, effektivere und nachhaltigere europäische Sicherheitsarchitektur geschaffen werden, um ähnliche Krisen künftig zu verhindern und dauerhaften Frieden sowie Stabilität auf dem Kontinent zu erreichen.












