Wirtschaftliche Vitalität
Boomender Konsum während des Frühlingsfestes
Das diesjährige Frühlingsfest war geprägt von einer deutlichen Veränderung der Konsumtrends. Die Integration von Online- und Offline-Verkäufen lokaler Spezialitäten in Verbindung mit einem Anstieg von Kulturartikeln mit geistigem Eigentum (IP) und Hightech-Produkten unterstrich das wachsende kulturelle Selbstbewusstsein der Nation.
Im Laufe der Feierlichkeiten zum Jahr des Pferdes erreichte die festliche Atmosphäre ihren Höhepunkt, wobei sich die Tradition des Kaufs von Neujahrsartikeln zu einer lebendigen Darstellung wirtschaftlicher Vitalität entwickelte.
Obwohl der Feiertag oft eine Zeit des „Altes raus, Neues rein” ist, blieben traditionelle Aromen ein wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten. Im Vorfeld des chinesischen Neujahrs boten geschäftige Märkte „erdige“ Grundnahrungsmittel wie Würstchen, Sonnenblumenkerne und Popcorn an – einfache Köstlichkeiten, die Erinnerungen an die Heimat wecken.

Ein Mitarbeiter serviert Dumplings in Laobian Dumplings, einer Restaurantkette, in Shenyang in der nordostchinesischen Provinz Liaoning. (21. Februar 2026, Xinhua)
Eine bemerkenswerte Veränderung in diesem Jahr war der Aufstieg der jüngeren Generation – insbesondere der in den 1990er und 2000er Jahren Geborenen –, die als „Neujahrsorganisatoren“ die Führung übernahmen. Nicht länger nur passive Teilnehmer, injizieren sie nun durch frische Konsumentscheidungen neue Rituale und Glücksgefühle in Familienzusammenkünfte.
Für diese Generation ist Reisen zum wichtigen Bestandteil der Feiertage geworden. Während des Frühlingsfestes 2026 betrug die durchschnittliche Reisedauer 5,9 Tage – eine Zunahme von 1,1 Tagen gegenüber dem Vorjahr, wobei Auslandsreisen durchschnittlich 9,8 Tage dauerten.

Die Luftaufnahme einer Drohne zeigt eine Nachtszenerie im Kreis Yanchi im Autonomen Gebiet Ningxia der Hui-Nationalität im Nordwesten Chinas. (18. Februar 2026, Xinhua)
Durch die Integration von Freizeitvorlieben in die Festlichkeiten haben junge Verbraucher die Definition von Neujahrsartikeln erfolgreich erweitert. Die Einkaufswagen waren gefüllt mit einer Mischung aus hochwertigen Zutaten wie Kirschen und Lachs sowie IP-markierten Dekorationen und intelligenten Karaoke-Sets.
Das Streben nach Qualität ist jedoch nicht nur den Jungen vorbehalten. Die „Silberwirtschaft“ war ebenso robust. In neu eröffneten seniorenfreundlichen Einkaufszentren genießen ältere Menschen Erlebnisse, die von Bambusflechten bis hin zu Massagen durch Roboter reichen, was beweist, dass die festliche Stimmung Generationen übergreift.
Inmitten dieser Lifestyle-Verbesserungen entwickelte sich auch Technologie zu einem neuen Star. Energiesparende Haushaltsgeräte und KI-integrierte Geräte waren sehr gefragt. Allein im Januar wurden über 15 Millionen große Haushaltsgeräte und Smart-Produkte im Wert von fast 59 Milliarden Yuan verkauft.
Das kulturelle Selbstbewusstsein stand auch im Mittelpunkt. Da das Frühlingsfest in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde, verzeichneten verwandte Kulturprodukte einen Umsatzanstieg. Das Provinzmuseum von Gansu verzeichnete beispielsweise einen Besucheranstieg von 30 Prozent, angetrieben durch die Popularität des „grünen Pferdespielzeugs“.
„Konsum, Produktion und Kommunikation werden zunehmend integriert”, sagte Liu Xiaoguang, Professor an der Renmin University of China. „Besonders nach dem Konsum von Kulturprodukten entsteht ein Kommunikationseffekt. Die Merkmale chinesischer Waren, die während des Frühlingsfests kulturelle Symbole hervorheben, werden immer offensichtlicher und spiegeln die umfassende Verbesserung des kulturellen Selbstbewusstseins in der gesamten Gesellschaft wider.“












