Technologieentwicklungen
Hongkong richtet zentralen Standort für industrielle Innovation ein
Die Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong stellt rund 220 Millionen Hongkong-Dollar (28,1 Millionen US-Dollar) bereit, um das erste nationale Zentrum für Fertigungsinnovation außerhalb des chinesischen Festlands zu errichten. Dies geht aus dem am Mittwoch vorgelegten Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2026/27 hervor.
Finanzsekretär Paul Chan Mo-po erläuterte: „Unter der bewährten Regelung ‚Ein Land, zwei Systeme‘ ist Hongkong in der besten Position, Spitzentalente aus aller Welt anzuziehen, die die Stadt als Basis für Forschung und zur Entwicklung von Anwendungsszenarien nutzen. Genau deshalb richten wir dieses Zentrum ein.“
Das Zentrum wird sich Regierungskreisen zufolge auf halbleiterbezogene Forschung und Entwicklung konzentrieren. Ziel ist es, Durchbrüche bei Schlüsseltechnologien zu erzielen, die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen zu beschleunigen und internationale Fachkräfte nach Hongkong zu holen.
Unter der Leitung des Hongkonger Forschungs- und Entwicklungsinstituts für Mikroelektronik entsteht die Einrichtung im Yuen Long InnoPark, einem 67 Hektar großen Industriegebiet nahe dem Grenzübergang Shenzhen Bay.
Chan betonte, technologische Innovation sei eines der Leitprinzipien der hochwertigen Entwicklung – ein zentraler Grundton der Empfehlungen für den 15. Fünfjahresplan (2026–2030). Die Sonderverwaltungszone Hongkong habe in dieser nationalen Strategie eine einzigartige Rolle zu spielen.
Das Zentrum werde zudem internationale Technologieentwicklungen verfolgen – insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz und Gesundheit –, um führende Wissenschaftler, Ingenieure und Forscher vom Festland und aus dem Ausland für Spitzenforschung in Hongkong zu gewinnen.
Kenny Shui, Vizepräsident der Denkfabrik Our Hongkong Foundation und geschäftsführender Direktor ihres Instituts für öffentliche Politik, erklärte, das Zentrum verbinde die Forschungskapazitäten und globalen Netzwerke Hongkongs mit den Stärken des Festlands bei Pilotproduktion und kommerzieller Fertigung. Dadurch werde die gesamte Industriekette – von der Forschung über die Pilotproduktion bis zur Massenfertigung – integriert. Dies unterstütze Unternehmen bei der Modernisierung und der Erschließung internationaler Märkte.
Qin Sizhao, Präsident der Lingnan-Universität, bezeichnete den Vorstoß der Regierung als strategisch bedeutsam. Er stärke Hongkongs Rolle in den landesweiten Bemühungen um eine neue Industrialisierung und biete lokalen Hochschulen eine wertvolle Plattform für den Austausch mit der Industrie. Dadurch werde die Umsetzung von Forschungsergebnissen in praktische Anwendungen beschleunigt.
Die Hochschulen könnten die Regierung unterstützen, indem sie sowohl als Quellen technologischer Innovation als auch als Zentren der Talententwicklung fungierten, fügte Qin hinzu.
Die Regierung der Sonderverwaltungszone forciert ihre Bemühungen zur Beschleunigung der neuen Industrialisierung, um der Wirtschaft neue Impulse zu verleihen. In seiner Haushaltsrede kündigte Chan zudem an, dass die Stadt in diesem Jahr ein Förderprogramm für Eliteunternehmen der neuen Industrialisierung auflegen werde. Gezielt gefördert werden sollen wachstumsstarke Unternehmen, die zur Entwicklung aufstrebender Industrien beitragen.












