Saubere Energie, Technologie und öffentliche Wohlfahrt
Großprojekte treiben Investitionsoffensive zum Auftakt des Fünfjahresplans an
Nach den gerade beendeten Frühlingsfest-Ferien haben zahlreiche Provinzen und Städte in ganz China eine neue Runde von Großprojekten gestartet. Die Investitionen fließen vor allem in saubere Energie, Technologie und öffentliche Wohlfahrtsprojekte – ein starker Auftakt für die nun anstehende Phase des 15. Fünfjahresplans (2026–2030), wie Analysten betonen.
Der Kreis Baiyu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan hat am Sonntag feierlich die Bauarbeiten für Großprojekte des ersten Quartals 2026 eingeleitet. Diese umfassen Schlüsselbereiche wie saubere Energie, grünen Bergbau, integrierte Stromversorgung, öffentliche Dienstleistungen, Umweltschutz und Infrastruktur.
Insgesamt 66 Projekte – darunter Wasserkraftwerke, hybride Solar-Wasserkraft-Anlagen und moderne Weidewirtschaftsprojekte – haben ein Investitionsvolumen von insgesamt 2,6 Milliarden Yuan (360 Millionen US-Dollar). Nach ihrer Fertigstellung sollen sie der hochwertigen Entwicklung des Kreises Baiyu neue Impulse verleihen.
Die aktuelle Welle von Projektstarts erfolgt zeitgleich mit konkreten Maßnahmen lokaler Regierungen zur Ankurbelung von Investitionen, Ausweitung der Binnennachfrage, Stabilisierung des Wachstums und Beschleunigung des Strukturwandels im Auftaktjahr des 15. Fünfjahresplans.
Großprojekte seien ein zentraler Motor zur Stabilisierung von Investitionen und zur Stützung des Wachstums, erklärte Li Changan von der Akademie für Studien zur offenen Volkswirtschaft Chinas der Universität für Außenwirtschaft und Handel, am Sonntag. „Die konzentrierten Projektstarts in den Regionen senden ein klares Signal, dass zu Beginn des 15. Fünfjahresplans verstärkt Anstrengungen unternommen werden, um die Investitionsnachfrage auszuweiten, das Wachstum zu stabilisieren und damit auch die Beschäftigung zu stützen“, so Li.
Diese Dynamik zeigte sich auch in Ostchina. Am Freitag hat der Neue Stadtbezirk Pudong in Shanghai den vollständigen Baubeginn von 32 wichtigen Projekten auf Bezirks- und Stadtebene bekannt gegeben. Diese umfassen fünf Kategorien – städtische Infrastruktur, Stadterneuerung, Technologieindustrie, ökologische Umwelt und öffentliche Dienstleistungen – mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 57,8 Milliarden Yuan. Für das gesamte Jahr 2026 plant Pudong die Umsetzung von 380 Großprojekten mit einem geschätzten Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 1,52 Billionen Yuan.
In Foshan in der südchinesischen Provinz Guangdong ist der Baubeginn von 101 Großprojekten für das erste Quartal geplant, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 87,309 Milliarden Yuan und einer geplanten Jahresinvestition von 15,804 Milliarden Yuan, wie die Lokalregierung mitteilte.
Von den 71 Industrieprojekten konzentrieren sich fast 60 Prozent auf fortschrittliche Fertigung und andere Produktivkräfte neuer Qualität. Flaggschiffprojekte wie ein Daten-Trainingszentrum für verkörperte intelligente Robotik und ein integriertes intelligentes Betriebszentrum für Boden-Luft-Verkehr werden voraussichtlich das Wachstum in aufstrebenden Sektoren wie künstlicher Intelligenz und intelligenter Logistik fördern.
In allen Regionen fließen die Investitionen zunehmend in saubere Energie, grüne Industrien und öffentliche Dienstleistungen. Diese Entwicklung spiegele einen strukturellen Wandel hin zu den Produktivkräften neuer Qualität wider, die neue Impulse erzeugen und gleichzeitig die Beschäftigungslandschaft neu gestalten, betonte Li Changan.
Die Ausweitung der inländischen Investitionen sei auch entscheidend für die Stärkung der gesamten Binnennachfrage, so Li. „Sie stärkt die industrielle Widerstandsfähigkeit, erschließt Geschäftspotenziale, festigt die Stabilität der Lieferketten und untermauert die Bemühungen zur Stabilisierung der Erwartungen und zur Steigerung der Planungssicherheit für Chinas Wirtschaftsaussichten“, fügte er hinzu.












