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Bestand der Hainan-Gibbons dank wissenschaftlicher und rechtlicher Unterstützung auf 42 Tiere erholt

CRI  |  
04.03.2026

Parkranger in der südchinesischen Provinz Hainan arbeiten unermüdlich daran, einen stabilen Lebensraum für die Hainan-Gibbons zu sichern. Die vom Aussterben bedrohte Primatenart umfasst derzeit nur noch etwa 42 Individuen.

Jedes einzelne Tier dieser Art lebt in den Bäumen des Nationalparks des tropischen Regenwaldes von Hainan. Im Bawangling-Teil des Parks folgen die Ranger ihnen ohne markierte Wege in die Richtung, in die die Gibbons in den Baumkronen schwingen.

Liu Huiqin, Mitglied des Gibbon-Beobachtungsteams, sagt: „Wenn wir die Gibbons beobachten, gibt es keine Wege. Sie gehen vor, wir folgen ihnen.“

Die Gibbons sind schnell und können innerhalb einer Minute fast einen Kilometer durch die Wipfel zurücklegen. Meistens sehen die Ranger sie nicht, sondern folgen ihren Rufen, die durch das Blätterdach hallen.

Ranger Huang Lubiao erklärt: „Sie sind unglaublich schnell. Ein Schwung und sie sind verschwunden.“

Der heutige Bestand von nur 42 Tieren ist fragil, stellt aber eine bemerkenswerte Erholung dar. In den späten 1970er-Jahren war die Population nach jahrzehntelanger Abholzung und Jagd auf nur noch sieben bis neun Individuen gesunken.

Liu Huiqin sagt: „Wenn menschliche Störungen den Wald, von dem sie abhängen, schädigen, werden die Gibbons in immer kleinere Räume gedrängt.“

Als das Ausmaß des Verlustes deutlich wurde, wurde dem ökologischen Schutz Vorrang vor kurzfristigem wirtschaftlichem Gewinn eingeräumt.

Im Jahr 2021 richtete China seine erste Gruppe von Nationalparks ein, darunter den Nationalpark des tropischen Regenwaldes von Hainan, mit dem Ziel, große, zusammenhängende Schutzgebiete anstelle von fragmentierten Reservaten zu schaffen.

Huang Lubiao sagt: „Wir haben Bäume gepflanzt, um Waldstücke wieder zu verbinden, damit sich die Gibbons frei bewegen können.“

Der Artenschutz geht heute über den Einsatz von Rangern vor Ort hinaus. An der Sun-Yat-sen-Universität entwickelten Forscher ein akustisches KI-Überwachungssystem, das einzelne Gibbons anhand ihrer einzigartigen Lautmuster identifiziert.

Nach der Analyse von mehr als 1.800 Stunden Aufnahmen kann das System inzwischen Familiengruppen verfolgen und Veränderungen im Laufe der Zeit feststellen.

Ma Haigang, Postdoktorand an der Sun-Yat-sen-Universität, erklärt: „Es hilft uns, die Populationsgröße abzuschätzen und festzustellen, ob sich neue Familiengruppen gebildet haben oder ob Männchen ausgetauscht wurden. Es ermöglicht eine effektivere Überwachung der Art.“

Anfang dieses Jahres trat das Nationalpark-Gesetz Chinas in Kraft, das einen einheitlichen Rechtsrahmen für die Verwaltung von Schutzgebieten schafft. Das Gesetz betont den langfristigen, ganzheitlichen Schutz, während China darauf hinarbeitet, bis 2035 das weltweit größte Nationalparksystem aufzubauen.

Die Zukunft des Hainan-Gibbons bleibt ungewiss, doch die Ranger setzen weiterhin all ihre Kraft für den Schutz der Art ein und erhalten dabei starke Unterstützung von Wissenschaftlern und einem wachsenden rechtlichen Rahmen.

Liu Huiqin sagt: „Zu sehen, wie die Gibbon-Population wächst, gibt unserer Arbeit einen Sinn.“

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Quelle: CRI

Schlagworte: Hainan,Gibbons,KI-Überwachung