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Leichte Verlangsamung des Wachstum

​China erhöht Verteidigungsetat um 7 Prozent

german.china.org.cn  |  
06.03.2026

Das Wachstum des chinesischen Verteidigungshaushalts wird sich Prognosen zufolge im Jahr 2026 auf 7 Prozent leicht verlangsamen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Dennoch markiert dies das elfte Jahr in Folge mit einem einstelligen Wachstum des chinesischen Verteidigungshaushalts. Die Zahl in den Jahren 2023, 2024 und 2025 lag bei 7,2 Prozent.

Laut dem Haushaltsentwurf für 2026 werden etwa 1,9 Billionen Yuan (etwa 275 Milliarden US-Dollar) für die Landesverteidigung bereitgestellt. Chinas Verteidigungsausgaben bleiben im Vergleich zu wichtigen relativen Indikatoren weiterhin bescheiden, zum Beispiel was ihren Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Pro-Kopf-Verteidigungsausgaben oder die Verteidigungsausgaben pro Militärangehörigen angeht.

Viele chinesische Experten für Militärangelegenheiten bezeichneten die Erhöhung des Verteidigungshaushalts im Hinblick auf die nationale Stärke, das Wirtschaftswachstum, die Verteidigungsbedürfnisse und das äußere Sicherheitsumfeld als vernünftig, moderat und stabil.

Song Zhongping, ein Experte für Militärangelegenheiten, sagte der Global Times, dass mit der wirtschaftlichen Entwicklung ein Teil des Verteidigungshaushalts für Personalkosten verwendet werden könne, zu denen auch die Verbesserung der Leistungen und Bedingungen für Offiziere und Soldaten gehöre. Dies erfordere zusätzliche Mittel für den täglichen Betrieb und die personelle Unterstützung, um Faktoren wie die Inflation zu berücksichtigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt seien die Ausbildungskosten, die die Routineausbildung und die Instandhaltung der Ausrüstung abdecken. Dies erfordere erhebliche finanzielle Unterstützung, so Song, und merkte an, dass mit der weiteren Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeiten Chinas insbesondere die Modernisierung von Waffen und Ausrüstung eine grundlegende finanzielle Unterstützung benötige.

Im vergangenen Jahr hat China bedeutende Fortschritte bei der Modernisierung seiner Verteidigung erzielt.

Am 3. September 2025 veranstaltete China eine große Siegesparade zum 80. Jahrestag des Sieges im Chinesischen Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und des weltweiten antifaschistischen Krieges, bei der viele fortschrittliche Waffen und Ausrüstungen erstmals präsentiert wurden, darunter Chinas neue Panzergeneration mit einem völlig neuen Designkonzept, mehrere Arten von überschallschnellen Schiffsabwehrraketen, Luftüberlegenheitsdrohnen sowie die nukleare Triade des Landes, zu der luftgestützte, U-Boot-gestützte und landgestützte strategische Raketen gehören.

Der dritte Flugzeugträger des Landes, die „Fujian“, der mit elektromagnetischen Katapulten ausgestattet ist, wurde am 5. November 2025 offiziell in Dienst gestellt und markiert damit Chinas offiziellen Eintritt in ein Zeitalter mit drei Flugzeugträgern.

Wang Yunfei, ein weiterer chinesischer Experte für Militärangelegenheiten, sagte der Global Times, je moderner Waffen und Ausrüstung würden, desto höher sei der Anteil an hochentwickelten Technologien, was wiederum zu höheren Ausgaben für Forschung, Produktion und Instandhaltung führe. Daher sei ein anhaltendes und stabiles Wachstum der Verteidigungsausgaben eine notwendige Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Produktionsniveaus und der Qualitätsverbesserung der chinesischen Waffen und Ausrüstung.

Veränderungen im komplexen Sicherheitsumfeld, dem China gegenüberstehe, seien ein weiterer wichtiger Faktor für die Erhöhung der Verteidigungsausgaben, so Wang.

Im vergangenen Jahr haben die USA stillschweigend geduldet, dass bestimmte regionale Länder die Lage im Südchinesischen Meer kontinuierlich verschlechtern, und ihre Waffenverkäufe an die Region Taiwan haben die Instabilität über die Taiwanstraße hinweg verschärft. Die Wiederbelebung des japanischen rechtsextremen Militarismus habe das Sicherheitsumfeld in der Region weiter verschlechtert, betonte Wang.

Aus globaler Sicht sei die Welt nicht friedlich. China müsse seine Investitionen erhöhen, um die nationale Sicherheit zu schützen und gleichzeitig als Eckpfeiler für den globalen und regionalen Frieden und die Stabilität zu dienen, so Wang.

Das International Institute for Strategic Studies (IISS), eine in Großbritannien ansässige Denkfabrik, veröffentlichte am 24. Februar einen Bericht, der zeigt, dass die globalen Verteidigungsausgaben angesichts geopolitischer Unsicherheiten weiter steigen.

Der IISS-Bericht zeigte, dass die USA im Jahr 2025 weiterhin weltweit führend bei den Verteidigungsausgaben sind.

Im Gegensatz dazu spiegele Chinas anhaltendes und stabiles Wachstum der Verteidigungsausgaben die Verantwortung wider, die man von einer großen Nation erwarte, und zeige ihre Entschlossenheit und ihr Engagement für die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität sowohl in der umliegenden Region als auch im weiteren internationalen Umfeld, so Wang.

Gleichzeitig habe China seine Unterstützung für internationale militärische Operationen außerhalb des Krieges stetig erhöht. Dazu gehöre der Einsatz von Hospitalschiffen wie dem Friedensbogen, um zu globalen Gesundheitsangelegenheiten beizutragen, und die aktive Teilnahme an UN-Friedensmissionen, so der Experte weiter.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Landesverteidigung,Militär,