Meinung
Chinas Wirtschaftswachstum schafft Chancen für die ganze Welt
China tritt in eine neue Entwicklungsphase ein, die von Qualitätsverbesserung, technologischer Modernisierung und struktureller Optimierung geprägt ist – ein Wandel, der sowohl seine eigene Binnenwirtschaft als auch die globale Industrielandschaft neu gestalten könnte, sagte Clemens Schütte, Vorsitzender des Vorstands der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung (DCW).
In einem kürzlich erschienenen Interview mit Xinhua merkte Schuette an, dass China seit Jahrzehnten ein robustes Wirtschaftswachstum aufrechterhalte. Das Wachstum werde heute mehr an struktureller Verbesserung und langfristiger Qualität gemessen. „Der Schwerpunkt verlagert sich vom reinen BIP-Wachstum hin zu Effizienz, Produktivität, Technologie und Nachhaltigkeit“, sagte er.
Mit Blick auf die strategische Bedeutung neuer Technologien betonte er: „China legt zunehmend mehr Gewicht auf die Forschung in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Biotechnologie. Dies ist nicht nur eine technische Entscheidung, sondern ein langfristiges strategisches Bekenntnis.“
Da sich der chinesische Markt weiter modernisiere, entstünden neue Nachfragen und Kooperationsmöglichkeiten, die Innovation und eine höherwertige Zusammenarbeit auf globaler Ebene förderten, fügte er hinzu.
Mit Blick auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland sagte Schütte, China sei 2025 erneut Deutschlands größter Handelspartner gewesen, was die tiefe strukturelle Interdependenz unterstreiche.
„Deutsche Unternehmen produzieren in China, um die lokale Nachfrage zu bedienen, während chinesische Vorleistungsgüter die deutsche Industrie unterstützen. Über 5.000 deutsche Firmen sind in China tätig, und etwa 3.000 chinesische Unternehmen in Deutschland“, merkte er an.
„China hat sich von einem Standort für Niedrigkosten-Fertigung zu einem bedeutenden Markt und wichtigen Innovationsstandort entwickelt“, fügte er hinzu und nannte BMW, Volkswagen, Siemens und BASF als Beispiele für Unternehmen, die ihre lokalen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten ausbauen.
Deutsche Unternehmen würden zunehmend Chinas Rolle als globalen Innovationsführer anerkennen. „Viele Unternehmen bauen die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern aus, nicht nur um in China wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern auch um global davon zu profitieren“, sagte Schütte.
Mit Blick auf die Global Governance sagte Schütte, dass China weiterhin multilaterale Rahmenwerke wie die Welthandelsorganisation (WTO) und die Vereinten Nationen unterstütze.
Er wies auch auf Chinas Bedeutung für die globale grüne Transformation hin. „Ohne Chinas Beteiligung können die globalen Klimaziele nicht erreicht werden“, sagte er und verwies auf die Führungsrolle des Landes bei erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeugen.
„China spielt eine aktive und gestaltende Rolle in der Weltwirtschaft“, so Schütte. In einer Zeit der Unsicherheit seien Stabilität, rationale Zusammenarbeit und verlässliche Partnerschaften für die Aufrechterhaltung der globalen Wirtschaftsstabilität zunehmend wertvoll, fügte er hinzu.










