Beijing
Ausländische Diplomaten und Journalisten verfolgen Chinas „Zwei Tagungen“
Während in Beijing aktuell die jährlichen Tagungen des Nationalen Volkskongresses (NVK) und der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) verfolgen ausländische Diplomaten und internationale Journalisten das Ereignis aufmerksam, um Hinweise auf den zukünftigen Entwicklungskurs der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und dessen globale Auswirkungen zu erhalten.
Sie beschreiben die „Zwei Tagungen“, bei denen unter anderem auch der Entwurf des 15. Fünfjahresplans (2026-2030) des Landes geprüft wird, als ein entscheidendes Fenster zur politischen Richtung Chinas und als eine Quelle der Stabilität in einer unsicheren Welt.
„China ist eines der größten Länder der Welt. Jeder möchte wissen, was hier passiert und welche Politik verabschiedet wird“, erklärte Daouda Bitie, Botschafter von Burkina Faso in China. „Deshalb ziehen die 'Zwei Tagungen' alle an.“
Für viele bedeutet das, Chinas Regierungsmodell aus nächster Nähe zu erleben. „Mein Hauptziel ist es, das politische System Chinas detaillierter zu erklären, weil viele Zuschauer im Westen nicht wirklich verstehen, wie es funktioniert“, sagte Mojca Pisek, eine Journalistin aus Slowenien.
Bruno Falci, ein brasilianischer Journalist des lateinamerikanischen Fernsehsenders teleSUR, der zum ersten Mal über die „Zwei Tagungen“ berichtet, bemerkte die Vielfalt der Teilnehmer an den Tagungen, bei denen Menschen verschiedener ethnischer Gruppen und Sektoren, darunter Bildung, Gesundheitswesen und Technologie, zu Wort kommen. Er bezeichnete China auch als Vorbild für Lateinamerika in der Armutsbekämpfung.
James Kimonyo, Ruandas Botschafter in China, der schon zum siebten Mal zu den jährlichen „Zwei Tagungen“ eingeladen wurde, sagte, sie bieten Einblicke in Chinas politische Prioritäten und strategische Ausrichtung. Er stellte fest, dass die Diskussionen über die Entwicklung hoher Qualität, technologische Innovation, grüne Transformation und Öffnung Auswirkungen auf Ruanda und die ganze Welt haben.
Martin Taylor, Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China, begrüßte den Fokus des 15. Fünfjahresplans auf die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung. „Ich bin sehr froh, dass im 15. Fünfjahresplan ein großer Schwerpunkt auf die Verbesserung von Gesundheit und Gesundheitsversorgung gelegt wird, damit die Menschen ein gesundes und produktives Leben führen können“, sagte er.
Der bangladeschische Botschafter in China, Md. Nazmul Islam, sagte, er konzentriere sich am meisten auf Chinas Modernisierungs- und Öffnungsbemühungen und wies auf das Bekenntnis beider Länder zu einer engeren Zusammenarbeit hin, insbesondere in Bereichen wie Modernisierung und Konnektivität im Rahmen der Seidenstraßeninitiative.
„Wir brauchen eine Welt, in der wir Wohlstand teilen“, sagte Shahbaz Khan, Direktor des UNESCO-Regionalbüros für Ostasien. „Ich freue mich sehr auf das nächste Kapitel des Fortschritts im Rahmen des 15. Fünfjahresplans Chinas und darauf, zu sehen, wie die Welt davon profitiert.“
Der maledivische Botschafter in China, Fazeel Najeeb, merkte an, dass in einer unsicheren Welt Chinas Rolle und seine globalen Initiativen sehr wichtig seien. „China zeigt sehr ruhige Hände. Das ist sehr ermutigend für Entwicklungsländer“, sagte er.
„China ist nicht nur ein Vorbild für sozialistische Länder, sondern auch eine Hoffnung für ganze die Welt“, sagte Alberto Blanco Silva, Kubas Botschafter in China, auf Chinesisch. „Hoffnung, Vertrauen, Stabilität und Einheit – das ist die Zukunft, die wir alle sehen wollen.“










