6G avanciert zum Schlagwort bei Chinas „Zwei Tagungen“ und sorgt für hitzige Diskussionen
Nachdem der Satz „6G kommt“ am Dienstag in den Weibo-Suchanfragen sprunghaft angestiegen war, hat sich 6G zu einem der wichtigsten Schlagwörter auf Chinas laufenden „Zwei Tagungen“ entwickelt. Diese Technologie wurde im diesjährigen Tätigkeitsbericht der Regierung als Zukunftstechnologie aufgeführt, was intensive Diskussionen unter Abgeordneten, politischen Beratern und Branchenexperten auslöste.
Yang Jie, Mitglied des 14. Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) und ehemaliger Vorsitzender von China Mobile, erklärte, er gehe davon aus, dass 6G bis zum Ende des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) in China weit verbreitet sein und den Menschen landesweit vielfältigere und umfassendere digitale Dienste bieten werde. Er fügte hinzu: „Diese Technologie wird eine gemeinsame Errungenschaft der Menschheit sein und sie erfordert gemeinsame Anstrengungen aller Länder, um einheitliche globale Standards zu etablieren.“
Miao Wei, Abgeordneter des Nationalen Volkskongresses (NVK) und Senior Vice President von ZTE, forderte eine vorausschauende Planung der 6G-Industrie, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.
In einer Stellungnahme gegenüber der Global Times erklärte Miao, China habe im 5G-Zeitalter eine globale Führungsrolle erreicht, während die 6G-Entwicklung derzeit noch „Neuland“ darstelle. Daher seien frühe Prototypentests, Standardisierungsforschung und Spektrumplanung unerlässlich.
Er fügte hinzu, Innovationen bei KI-gestützten Endgeräten sollten intelligentere Netze vorantreiben. Ein moderat fortschrittlicher Netzausbau unterstütze zukünftige Anwendungen, neue Szenarien sowie Märkte und ebne China den Weg zur Führungsrolle in der 6G-Entwicklung.
Liu Wu, NVK-Abgeordneter und Ingenieur am Nationalen Schlüssellabor für optische Kommunikationstechnologie und -netze der China Information and Communication Technology Group Co., Ltd (CICT), erklärte laut der Nachrichtenagentur Xinhua, der entscheidende Durchbruch von 6G gegenüber früheren Generationen liege in der vollständigen Integration von Netzen in Raum, Luft, Boden und See. Diese verbinde terrestrische, Satelliten-, Luft- und Seekommunikation und verknüpfe Kommunikation eng mit Sensorik und künstlicher Intelligenz.
Er ist der Meinung, die Technologie werde die Konnektivität in abgelegenen Gebieten, die Meeresforschung und die Katastrophenhilfe unterstützen. Drahtlose Signale könnten zudem die Umgebung überwachen und Vitalfunktionen erfassen und damit ein breites Potenzial für Bereiche wie autonomes Fahren, Smart Homes und Gesundheitsüberwachung bieten.
Kürzlich gab das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie offiziell bekannt, dass China die erste Phase der 6G-Technologieerprobung erfolgreich abgeschlossen, mehr als 300 Schlüsseltechnologien für die zukünftige Nutzung gesammelt und die zweite Phase der Erprobung vollständig eingeleitet habe, berichtete Xinhua.












