Chinas neuester Hochgeschwindigkeitszug zeigt tiefere Integration von Technologie und Fertigung
Bei den jüngsten Testfahrten hat Chinas neuestes Hochgeschwindigkeitszugmodell eine Geschwindigkeit von 450 Kilometern pro Stunde erreicht. Damit werden die Grenzen der High-End-Fertigung des Landes erweitert und die Strategie zur Förderung industrieller Aufrüstung durch technologische Innovationen weiter untermauert.
Der CR450, Chinas neuester Hochgeschwindigkeitszug, hat laut einer führenden Eisenbahnwissenschaftlerin die Hälfte seiner Testfahrten auf der Schiene abgeschlossen. Dies stellt einen Meilenstein für die Eisenbahnindustrie des Landes dar und spiegelt eine engere Integration von Fertigung und Forschung wider.
„Seit 2025 wurden umfangreiche Arbeiten am CR450-Projekt durchgeführt und bedeutende Fortschritte erzielt. Bisher hat der Zug rund 300.000 Kilometer Testfahrten absolviert, wobei mehr als die Hälfte des Bewertungsprozesses bereits abgeschlossen ist“, sagte Zhao Hongwei, Chefforscherin der China Academy of Railway Sciences.
Der CR450 wurde vollständig mit unabhängigen geistigen Eigentumsrechten entwickelt und zeigt zudem eine stärkere Widerstandsfähigkeit in Chinas industriellen Lieferketten. Das Projekt fördert verwandte Sektoren wie den Maschinenbau, die Metallurgie, die Elektronik und die Chemie, da nun alle Schlüsselkomponenten im Inland produziert werden.
„Ein Hochgeschwindigkeitszug ist ein äußerst komplexes technisches Gerät. Wir schätzen, dass er aus mehr als 40.000 Komponenten sowie mehreren Steuerungssystemen besteht. Diese stammen aus verschiedenen Sektoren und werden von einem gesamten industriellen Ökosystem unterstützt. Projekte wie dieses treiben also auf natürliche Weise die Entwicklung der gesamten Industriekette voran“, sagte Zhao.
Der Zug gibt auch einen Einblick in die Richtung, in die sich Chinas Fertigungssektor entwickelt. Auf den diesjährigen „zwei Sitzungen“, der Jahressitzung des legislativen Organs NVK und der politischen Konsultativkonferenz PKKCV, wurde betont, dass die vollständige Integration von technologischer und industrieller Innovation gefördert werden soll.
Li Lecheng, Chinas Minister für Industrie und Informationstechnologie, betonte dabei die Notwendigkeit, wissenschaftliche Durchbrüche in greifbare industrielle Fortschritte umzusetzen.
„Wir werden dem Prinzip folgen, dass die Industrie die Fragen stellt und die Technologie die Antworten liefert. Wichtige Lieferketten der Fertigung sollen weiter verbessert, Durchbrüche in der gesamten Kette erzielt und deren Umwandlung in neue, qualitativ hochwertige Produktionskräfte beschleunigt werden“, sagte Li.











