Digitale Wirtschaft
Rechenleistungsnetzwerk sollte optimiert werden
China sollte sein nationales, integriertes Rechenleistungsnetzwerk optimieren und ein klassifiziertes Rechensystem aufbauen, um die digitale Wirtschaft zu stärken, riet Lian Yuming, Mitglied des 14. Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV).
Ein Mitarbeiter in einem Datenraum des Supercomputing-Zentrums in der Gui'an New Area in der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas. (29. August 2024, Xinhua)
Lian ist auch Präsident des Beijing International Institute for Urban Development. Er schlug vor, die Strategie „East Data, West Computing“ zu optimieren. Die Rechenleistung ist zu einer entscheidenden Produktivkraft geworden – unsichtbar und doch allgegenwärtig – und bildet das Fundament für das digitale Zeitalter.
Während der Phase des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) richtete China acht nationale Rechenzentren ein – in der Region Beijing-Tianjin-Hebei, im Yangtse-Delta, in der Greater Bay Area Guangdong-Hongkong-Macao, in der Region Chengdu-Chongqing, im Autonomen Gebiet Innere Mongolei, in der Provinz Guizhou, in der Provinz Gansu und im Autonomen Gebiet Ningxia.
Daten des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie zeigen, dass intelligentes Rechnen mittlerweile in großem Umfang in generativen Großmodellen, verkörperter KI, intelligenten Städten und der industriellen Fertigung eingesetzt wird.
Prognosen zufolge wird der Beitrag der KI zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2035 11 Billionen Yuan (1,53 Billionen US-Dollar) übersteigen, was zu einer Verzehnfachung oder sogar Verhundertfachung der Nachfrage nach Rechenleistung führen könnte. Angesichts dieses Anstiegs sei eine ausgewogene und geordnete Verbesserung des Rechenleistungsangebots von entscheidender Bedeutung, sagte er.
Lian wies jedoch darauf hin, dass die Gesamtzahlen zwar beeindruckend seien, aber tiefsitzende strukturelle Widersprüche bestehen blieben. Er identifizierte große Hürden, beginnend mit einer „Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage“: Ein Überschuss an Low-End-Rechenleistung steht im Gegensatz zu einem akuten Mangel an High-End-Rechenleistung.
Dies hat zu niedrigen Auslastungsraten in den westlichen Regionen und einem Angebotsengpass im industriell geprägten Osten geführt. Zudem bestehen weiterhin „Recheninsel“-Strukturen aufgrund uneinheitlicher technischer Standards und unvollkommener Marktmechanismen, die einen effizienten Ressourcenfluss zwischen den Regionen verhindern. Auch Netzwerkbeschränkungen stellen eine Herausforderung dar, da hohe Latenzzeiten und Übertragungskosten die Standortvorteile der Rechenzentren in westlichen Regionen schwächen.
Um diese Barrieren abzubauen, schlug Lian vor, die Optimierung der nationalen strategischen Ausrichtung zu beschleunigen. Er befürwortete zudem die Etablierung eines einheitlichen Steuerungsmechanismus für eine effiziente Ressourcenzuteilung, die Stärkung technologischer Durchbrüche in Schlüsselbereichen zur Senkung der Netzgebühren sowie die Vertiefung der Synergie zwischen Rechenleistung und Stromversorgung, um eine grüne und inklusive Entwicklung zu fördern.












