UNESCO-Vertreter unterstützt Chinas Zivilisationsinitiative und fordert Dialog angesichts globaler Spannungen
Der Direktor des UNESCO-Regionalbüros für Ostasien, Shahbaz Khan, hat gewarnt, dass eskalierende globale Spannungen und Bedrohungen durch den Klimawandel den interkulturellen Dialog „wichtiger denn je“ machten. Zugleich unterstützte er Chinas Globale Zivilisationsinitiative (GCI) als eine Säule für Frieden und nachhaltige Entwicklung.
Khan bezeichnete die GCI als eine praktische Antwort auf die zunehmend zersplitterte Welt von heute und betonte ihre Rolle bei der Förderung von gegenseitigem Respekt und kulturellem Austausch über Grenzen hinweg.
Die Initiative, die im März 2023 vom chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping vorgeschlagen wurde, hat seitdem zunehmend internationale Aufmerksamkeit erlangt und gilt als ein wichtiger Bestandteil globaler Governance. Sie setzt sich dafür ein, die Vielfalt der Zivilisationen als gemeinsames Erbe der Menschheit zu bewahren.
„Frieden und Sicherheit sind sehr wichtig. Die Welt steht zudem vor Herausforderungen im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung sowie mit dem Klimawandel und weiteren Problemen. Dafür müssen wir ein gemeinsames Verständnis entwickeln. Wie wir sagen: Wenn alle Blumen in einem Garten blühen, erst dann ist es ein Garten – sonst ist es nur eine einzelne Blume. Deshalb ist eine solche Initiative meiner Meinung nach heute wichtiger denn je. Wir sollten eine Gemeinschaft der Praxis schaffen, die versteht, warum interkultureller Dialog wichtig ist, warum wir verschiedene Zivilisationen verstehen und respektieren müssen. Dann können wir darüber nachdenken, wie Kultur zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann und wie sie den Frieden fördern kann. Auf dieser Grundlage können wir mit Zuversicht voranschreiten – indem wir einander und die Werte des jeweils anderen respektieren“, sagte Khan.
Chinas Initiative zur Förderung des Dialogs zwischen Zivilisationen findet zunehmend internationale Unterstützung. Auf der 78. Sitzung der UN-Generalversammlung im Jahr 2024 unterstützten die Mitgliedstaaten einstimmig den Vorschlag Chinas, einen Internationalen Tag des Dialogs zwischen den Zivilisationen einzurichten. Diplomaten bezeichneten die Entscheidung als Zeichen eines wachsenden Konsenses darüber, dass kultureller Austausch ein wichtiges Instrument zur Förderung des Friedens ist.
Zum ersten Jahrestag am 10. Juni 2025 fanden im UN-Hauptquartier in New York eine Reihe von Gedenkveranstaltungen statt, parallel zu Feierlichkeiten in mehreren Ländern.
Khan erklärte, die hohe Beteiligung zeige die wachsende internationale Unterstützung für die GCI sowie die zunehmende Erkenntnis, dass interkultureller Dialog zu einer Grundlage für gemeinsamen Fortschritt in einer immer stärker vernetzten Welt werde.
„Es gibt zahlreiche kulturelle Begegnungen. Darüber hinaus unternehmen Länder auch bilaterale Anstrengungen, um in Bereichen der Kultur und des kulturellen Erbes zusammenzuarbeiten. Viele solcher Initiativen tragen dazu bei, durch Bildung, den Austausch von Experten und Besuchern sowie hochrangige Dialoge auf Ministerebene ein besseres Verständnis unserer Welt zu fördern. China nimmt die Globale Zivilisationsinitiative sehr ernst. Bei einer globalen Zivilisation geht es darum, einander Respekt entgegenzubringen und sich gegenseitig zu verstehen. Die Mission der UNESCO, die Mission der Vereinten Nationen insgesamt und die GCI sind daher eng miteinander verbunden. Deshalb rufen wir alle Mitgliedstaaten dazu auf, den interkulturellen Dialog zu stärken – für ein besseres Verständnis unserer gemeinsamen Vergangenheit und für eine bessere gemeinsame Zukunft mit Wohlstand und Würde“, sagte Khan.
Als Teil von Chinas Bemühungen, zur globalen Governance beizutragen, folgt die Globale Zivilisationsinitiative auf die Globale Entwicklungsinitiative, die 2021 vorgestellt wurde, sowie auf die Globale Sicherheitsinitiative, die 2022 eingeführt wurde.











