UN-Experten: Japan soll sich Geschichte der „Trostfrauen“ stellen
Während der 61. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats haben unabhängige UN-Experten sowie Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Kreisen im In- und Ausland Japan dazu aufgefordert, die Geschichte der „Trostfrauen“ aufzuarbeiten. Sie appellierten an die internationale Gemeinschaft, dieser Frage hohe Aufmerksamkeit zu schenken und Japan zu einer tatsächlichen Übernahme seiner historischen Verantwortung zu bewegen.
Kürzlich veröffentlichten 16 Experten der Sonderverfahren des UN-Menschenrechtsrats eine gemeinsame Pressemitteilung, in der sie mit großer Sorge darauf hinwiesen, dass Japan den Opfern des „Trostfrauen“-Systems das Recht auf Wahrheitsfindung, Gerechtigkeit und Entschädigung vorenthalte. Sie forderten Japan auf, sich formell zu entschuldigen, eine angemessene Entschädigung zu leisten und die entsprechenden historischen Aufzeichnungen in Schulbüchern zu bewahren.
Bis zu 200.000 Frauen und Mädchen wurden nach Angaben der Experten im Rahmen des Systems willkürlich ihrer Freiheit beraubt und Opfer von Menschenhandel, Vergewaltigung und sexueller Sklaverei. Die meisten Überlebenden aus Ländern wie China, Südkorea, den Niederlanden und den Philippinen seien bereits verstorben. Und die verbliebenen Betroffenen seien hochbetagt. Japans bisherige Maßnahmen seien „nicht in der Lage gewesen, eine überlebendenzentrierte Gerechtigkeit herzustellen.“











