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China Development Forum 2026

Globale Unternehmen bekunden Vertrauen in den chinesischen Markt

german.china.org.cn  |  
23.03.2026

Das diesjährige China Development Forum (CDF) 2026, das am Sonntag in Beijing eröffnet wurde, brachte fast 100 Führungskräfte multinationaler Unternehmen zusammen. Zahlreiche Vertreter aus den Bereichen Ernährung, Einzelhandel, Luxusmode und Unternehmensberatung äußerten sich angesichts des Auftaktjahrs des gerade verabschiedeten 15. Fünfjahresplans (2026–2030) ausgesprochen optimistisch über die weitere Entwicklung des chinesischen Konsummarktes.

Saravoot Yoovidhya, Vorstandsvorsitzender des thailändischen Unternehmens TCP Group, erklärte: „Als thailändisches Unternehmen, das seit mehr als 30 Jahren in China tätig ist, betrachten wir China stets als einen der wichtigsten Märkte in unserer globalen Strategie.“ Die TCP Group habe ihre Geschäfte in China kontinuierlich ausgebaut und vertieft. Seit Beginn des 14. Fünfjahresplans (2020–2025) habe das Unternehmen kumuliert 4,36 Milliarden Yuan (630 Millionen US-Dollar) in China investiert. 2025 habe es die zweite Phase seines Werks in der Provinz Sichuan sowie einen neuen Produktionsstandort im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang in Betrieb genommen – ein Zeichen für die nachhaltige Investitionsbereitschaft in China.

Sandeep Seth, Chief Growth Officer und Präsident von Tapestry International, einem US-amerikanischen Mode- und Luxusgüterunternehmen, erklärte, Chinas politische Ausrichtung zur Ankurbelung des Konsums entspreche der Unternehmensstrategie. Der chinesische Markt bleibe äußerst attraktiv und biete großes Wachstumspotenzial. Auch wenn junge Verbraucher vorsichtiger agierten, könnten sich Marken, die sie emotional ansprechen und echte Verbindungen aufbauen, gut behaupten. Dies habe dem Unternehmen zu starkem Wachstum in China verholfen und zeige, dass weiterer Investitionsspielraum bestehe.

Diese Einschätzung steht im Einklang mit einem stabilen Konsumwachstum in den ersten beiden Monaten 2026, nachdem eine Reihe konsumfördernder Maßnahmen umgesetzt worden war. Im Januar und Februar stiegen die Einzelhandelsumsätze um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 8,607 Billionen Yuan – ein Anstieg, der 1,9 Prozentpunkte über dem Wert vom Dezember 2025 lag.

Denis Depoux, Global Managing Director der Strategieberatung Roland Berger, erklärte am Rande des Forums, die Binnennachfrage in China beschränke sich nicht auf Konsumausgaben, sondern umfasse auch die Unternehmensnachfrage nach Dienstleistungen. In den kommenden fünf Jahren werde sich die chinesische Wirtschaft voraussichtlich weniger stark auf Exporte und produktionsnahe Dienstleistungen stützen, sondern sich auf die Entwicklung inländischer Dienstleistungssektoren wie Gastgewerbe, Gesundheitswesen, digitale Dienste und Bildung konzentrieren. Diese Bereiche seien im 15. Fünfjahresplan priorisiert und für ausländische Investitionen relativ offen.

Trotz gewisser Schwankungen im chinesischen Konsummarkt bleibe dieser attraktiv, und mehr Nachfrage könne freigesetzt werden, wenn die Verbraucher noch größeres Vertrauen hätten. Solche Veränderungen würden nicht über Nacht eintreten, denn die Konsumförderung erfordere nicht nur die Ankurbelung der Nachfrage, sondern auch die Verbesserung des Angebots. Ein typisches Instrument zur Stärkung des Angebots sei das staatlich geförderte Programm zur Inzahlungnahme von Konsumgütern, das 2025 einen Umsatz von über 2,6 Billionen Yuan erzielt und mehr als 360 Millionen Menschen erreicht habe, wie aus Daten des Handelsministeriums hervorgeht.

„Der neue Fünfjahresplan gibt klare Leitlinien für die Schaffung eines dynamischeren und einheitlichen Binnenmarktes und die Freisetzung der Binnennachfrage“, so Depoux. Dies mache China für globale Unternehmen zu einem der attraktivsten Märkte überhaupt.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Unternehmen,Vertrauen,Markt