Oliver Blume: China ist „Ausbildungszentrum“ für Automobilindustrie
Der Vorstandsvorsitzende des deutschen Autobauers Volkswagen, Oliver Blume, beschreibt China als „Ausbildungszentrum“ für die Automobilindustrie und betonte, dass der Erfolg in China die ultimative Blaupause für den Erfolg weltweit sei.
Bei seiner Teilnahme des China Development Forum 2026, das vor kurzem in Beijing zu Ende ging, sagte Blume, er sei von der Rede des chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang beeindruckt gewesen. In seiner Ansprache habe dieser die Wichtigkeit der Schaffung neuer Marktchancen durch Offenheit und technologischen Fortschritt sowie die Wahrung der globalen Marktordnung durch gesunden und fairen Wettbewerb betont.
Blume sagte, China sei ihr wichtigster Markt und erklärte, Volkswagen setze derzeit eine neue Strategie in China und für China um. „China ist einer der wichtigsten Märkte für unser Geschäft. Im vergangenen Jahr haben wir 30 Prozent unseres Gesamtumsatzes hier in China erzielt. Wir setzen alles daran, unsere neue Strategie in China umzusetzen und China zu dienen. China öffnet den Markt kontinuierlich und strebt auch Kooperationen mit internationalen Originalgeräteherstellern (OEMs) an. Wer in China erfolgreich ist, ist auch weltweit erfolgreich. China ist ein wichtiges Ausbildungszentrum, insbesondere für die Automobilindustrie. Das Zitat ‚Wer global und groß denkt, gibt die Richtung vor‘ am Ende der Rede des Ministerpräsidenten hat mich sehr beeindruckt“, sagte er.
Dazu sagte Blume, dass Volkswagen seine Strategien stets den Veränderungen im globalen Handelsumfeld anpasse. „Wir konzentrieren uns zudem auf unser Zielbild für 2030. Wir blicken auf eine umfassende Restrukturierung zurück, die wir in den vergangenen drei Jahren vorgenommen haben. Die Welt hat sich global in den letzten drei Jahren hinsichtlich der Handelsbarrieren verändert. Wir haben Märkte gewechselt. Daher müssen wir unsere Strategie anpassen, stärker ‚lokal für lokal‘ denken, während wir gleichzeitig die Synergie- und Skalierungsmöglichkeiten der Volkswagen Group nutzen", sagte er.
Mit Verweis auf das Volkswagen-Werk in Hefei in der ostchinesischen Provinz Anhui sagte Blume, dass das im November 2025 fertiggestellte Werk Volkswagens erste und größte integrierte Forschungs- und Entwicklungsstätte außerhalb Deutschlands ist und über umfassende Kapazitäten zur Fahrzeugentwicklung und -validierung verfügt.
„In China war es notwendig, stärker auf lokale Lösungen zu setzen. Deshalb haben wir unser zweitgrößtes Entwicklungszentrum außerhalb Deutschlands in der chinesischen Provinz Anhui errichtet. Daran haben wir in den letzten zwei bis drei Jahren hart gearbeitet. Und jetzt freuen wir uns über ein hochfunktionales Entwicklungszentrum. Dort arbeiten 3000 Ingenieure und Softwareexperten an unserer neuen Generation von Software- und Hardwareplattformen sowie an neuen Produkten. All dies, kombiniert mit autonomem Fahren, wird nun auch im Segment der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in China eingesetzt“, sagte Blume.











