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Europäische Think-Tank-Leiterin: China und Europa haben großes Potenzial für Zusammenarbeit beim Ozeanschutz

CRI  |  
27.03.2026

China und Europa sollten enger zusammenarbeiten, um die Weltmeere zu schützen, meint Genevieve Pons, Generaldirektorin des in Brüssel ansässigen Think Tanks Europe Jacques Delors. Die Organisation orientiert sich an der Vision und dem Erbe von Jacques Delors, dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission.

In einem kürzlichen Interview mit China Global Television Network (CGTN) in Beijing betonte Pons, dass bilaterale Kooperationen insbesondere beim Fortschritt zur Dekarbonisierung des globalen Seeverkehrs große Chancen bieten.

„Ich denke, dass das Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen China und Europa sehr groß ist. Der Handel zwischen China und Europa macht etwa 15 Prozent des weltweiten Warenhandels aus. Wenn es uns gelingt, den Seeverkehr zu dekarbonisieren, also den Transport zwischen Häfen, die gemeinsame Technologien nutzen oder zumindest von beiden Seiten anerkannte Technologien anwenden, können wir große Fortschritte in die richtige Richtung erzielen“, sagte sie.

Pons unterstrich zudem die Notwendigkeit, im Kampf gegen Plastikverschmutzung in den Ozeanen enger zusammenzuarbeiten.

„Offensichtlich müssen wir auch bei Kunststoffen zusammenarbeiten, da 80 Prozent des Plastiks im Meer landen. China ist zudem ein großer Förderer des Ozeanschutzes und hat sich mit der Kunming-Montreal-Verpflichtung dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2030 30 Prozent der Ozeane unter Schutz zu stellen. China hat außerdem zur Unterzeichnung und Ratifizierung des High Seas Treaty beigetragen, der dank China und den europäischen Ländern in Kraft treten konnte. Jetzt muss er umgesetzt werden“, sagte sie.

Der Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework (GBF) wurde auf der 15. Konferenz der Vertragsparteien der UN-Konvention über die biologische Vielfalt im Jahr 2022 angenommen und legt globale Ziele für den Schutz der Biodiversität fest, die bis 2030 und darüber hinaus erreicht werden sollen.

Darüber hinaus betonte Pons die Bedeutung der Zusammenarbeit beim Schutz des antarktischen Ozeans.

„Schließlich gibt es einen dritten Aspekt im Zusammenhang mit dem Schutz der Ozeane. Das ist der antarktische Ozean. Er enthält 90 Prozent des weltweiten Eises und 70 Prozent des weltweiten Süßwassers. Es ist ein gewaltiger Strom, der den gesamten Planeten ernähren kann. Wir brauchen China, um diesen Ozean zu schützen“, sagte die Leiterin des Thinktanks.


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Quelle: CRI

Schlagworte: Think-Tank,China,Europa,Ozeanschutz