Boao-Asienforum
Experten prognostizieren stärkere globale Präsenz für den Freihandelshafen Hainan
Während die Weltwirtschaft mit geopolitischen Spannungen und wachsender Unsicherheit konfrontiert ist, sendet die laufende Jahreskonferenz 2026 des Boao-Asienforums ein klares Signal für strategische Offenheit.

(24. März 2026, Xinhua)
„Offenheit bringt Entwicklung, Kooperation gestaltet die Zukunft“, sagte der chinesische Hauptvertreter beim Boao-Asienforum (BFA) und Vize-Vorsitzender des BFA. Damit gab er die Richtung für das „Global Free Trade Ports Development Forum“ vor, eine Nebenveranstaltung des BFA, bei der internationale Führungskräfte und Experten die entscheidende Rolle der Freihäfen als Tor zur globalen Zusammenarbeit hervorhoben.
Unter dem Motto „Freihandelshäfen: Chancen und Aufgaben als Tor zur Öffnung“ begrüßte das Forum am Dienstag über 500 Teilnehmer.
Mu betonte, dass die Entwicklung des Freihandelshafens Hainan eine globale Chance darstelle. Der Freihandelshafen baue aktiv globale Netzwerke in den Bereichen Häfen, Luftfahrt und Logistik auf und richte sich dabei an hohen internationalen Wirtschafts- und Handelsstandards aus.
John Lee Ka-chiu, Chief Executive der südchinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, bezeichnete Hongkong und Hainan als sich ergänzende Motoren für den Freihandel.
„In einer Zeit zunehmender globaler Volatilität entscheidet sich Hongkong entschieden für Offenheit statt Isolation“, sagte Lee und fügte hinzu, dass er davon überzeugt sei, dass die beiden Regionen erfolgreiche Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit erzielen würden.
Feng Fei, Parteisekretär der Provinz Hainan, sagte, dass der Freihandelshafen bereits 100 Tage nach Beginn der besonderen Zollmaßnahmen erste Ergebnisse zeige – von politischen Dividenden bis hin zu einem erhöhten Waren- und Personenverkehr. Er schlug die Einrichtung engerer Koordinierungsmechanismen vor, um Regeln, Vorschriften und Standards anzugleichen – ein Schritt, der den Weg für institutionelle Offenheit ebnen soll.
Neue Chancen im Bereich der digitalen Infrastruktur erwiesen sich als ein zentrales Thema des Forums. Jonathan Choi Koonshum, Vorsitzender der Chinese General Chamber of Commerce in Hongkong, schlug vor, einen digitalen Freihandelshafen in Hainan aufzubauen. Dieser soll die kostengünstige Strom- und Dateninfrastruktur nutzen, um die Märkte in den ASEAN-Staaten mit erschwinglichen Rechen- und KI-Dienstleistungen zu versorgen.
Freihäfen wie Hainan sollten nicht nur als Einstiegspunkte für westliche Unternehmen dienen, sondern auch als Startrampen für chinesische Firmen, die nach Europa expandieren wollen, sagte Dr. Holger Bingmann, Präsident des Deutschen Komitees der Internationalen Handelskammer (ICC Germany).












