Bildreportage: Ehemalige Leibeigene genießt ihr neues Leben im chinesischen Xizang
Die 82-jährige Ngawang Drolma lebt im Dorf Kyerpa in der Stadt Lhoka im Autonomen Gebiet Xizang im Südwesten Chinas. Ihre Kindheit war von Entbehrungen geprägt, da sie seit ihrem siebten Lebensjahr zusammen mit ihren Eltern den Lehnsherren dienen musste.
Als Leibeigene bestand ihre tägliche Arbeit hauptsächlich aus der Viehhaltung. Sie lief das ganze Jahr über barfuß und ertrug sowohl sengende Hitze als auch bittere Kälte. Selbst wenn ihre Füße rissig waren, wagte sie es nie, sich auch nur einen Moment auszuruhen. Nach einem ganzen Tag harter Arbeit erhielt ihre Familie nur eine kleine Menge Hochlandgerste als Lohn. Die ganze Familie litt das ganze Jahr über Hunger, und ihre Kleidung war voller Flicken. Neue Kleidung zu tragen, war für sie ein unerreichbarer Traum.
Erst mit den demokratischen Reformen in Xizang im Jahr 1959, als Millionen von Leibeigenen befreit wurden, begann sich ihr Leben wirklich zum Besseren zu wenden.
Heute führt Ngawang Drolma ein stabiles und komfortables Leben, ohne Sorgen um Essen oder Kleidung, und niemand schikaniert ihre Familie mehr.
„Ich bin voller Dankbarkeit für das Leben, das ich jetzt habe“, sagte Ngawang Drolma. „Da ich all die Bitterkeit im alten Xizang erlebt habe, weiß ich, wie kostbar das heutige Leben ist.“











