Strenge Regeln für Essen in Kindergärten geplant
Chinas oberste Marktaufsichtsbehörde hat kürzlich einen neuen Regelungsentwurf veröffentlicht. Ziel ist es, die Lebensmittelüberwachung in Kindergärten landesweit zu verschärfen. Der Entwurf führt strenge Anforderungen ein, die von Zutatenverboten bis hin zu Echtzeit-Überwachung der Küchen reichen.
Die vorgeschlagene Regel, die gemeinsam von der Staatlichen Marktaufsichtsbehörde und dem Bildungsministerium ausgearbeitet wurde, schreibt ein Verantwortungssystem der Kindergartenleitung für Lebensmittelsicherheit vor. Darüber hinaus etabliert sie tägliche, wöchentliche und monatliche Kontroll- und Inspektionsmechanismen, die darauf abzielen, einen umfassenden Risikopräventionsrahmen über die gesamte Lebensmittelversorgungskette zu schaffen. Offiziellen Daten zufolge gibt es in China 253.300 Kindergärten, die fast 35,84 Millionen Kinder betreuen.
Dieser Schritt erfolgt nach einer Reihe von alarmierenden Vorfällen zur Lebensmittelsicherheit in Kindergärten in den letzten Jahren, die weit verbreitete öffentliche Besorgnis ausgelöst haben. In einem Fall wurde beispielsweise bei mehr als 200 Kindern eines Kindergartens in Tianshui in der westchinesischen Provinz Gansu im Juli 2025 ein erhöhter Bleigehalt im Blut festgestellt. Die Ermittler stellten fest, dass der Kindergarten Lebensmitteln industrielle Farbstoffe zugesetzt hatte, um sie optisch ansprechender zu machen. Einige Proben wiesen Bleikonzentrationen auf, die mehr als das 2.000-fache des nationalen Sicherheitsgrenzwerts betrugen. Sechs Verdächtige wurden daraufhin festgenommen, und 17 Beamte wurden disziplinarisch untersucht.
Bei einem weiteren Vorfall im Oktober 2024 in einem Kindergarten in Xi’an in der Provinz Shaanxi infizierten sich 48 Kinder mit Noroviren, nachdem sie unter Erbrechen und Durchfall gelitten hatten. Eltern, die das Küchenüberwachungsmaterial einsahen, berichteten von schwerwiegenden Hygieneverstößen. Später stellte sich heraus, dass der Kindergarten ohne gültige Lizenz betrieben wurde.
Gemäß dem Reglungsentwurf wären Kindergärten verpflichtet, eigenes Personal für Lebensmittelsicherheit mit klar definierten Verantwortlichkeiten zu benennen. Ein dynamisches Risikomanagementsystem würde tägliche Inspektionen, wöchentliche Risikoanalysen und monatliche zusammenfassende Berichte vorschreiben, wobei alle Dokumente für behördliche Überprüfungen archiviert werden müssten.
Die Regelung enthält eine „Negativliste“, die risikoreiche Lebensmittel in Kindergartenküchen explizit verbietet. Zu den verbotenen Artikeln gehören Nitrite, Speiseöle in loser Schüttung, loses Salz, kaltes Fleisch und Zutaten, die bekanntermaßen ein Lebensmittelvergiftungsrisiko darstellen, wie grüne Bohnen, wilde Pilze und gekeimte Kartoffeln.












