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Chongqing verlagert den Fokus von punktuellen Maßnahmen hin zu integrierter Stadterneuerung

CRI  |  
01.04.2026

Die Stadt Chongqing im Südwesten Chinas verfolgt einen neuen Ansatz der Stadterneuerung. Statt vereinzelter Einzelmaßnahmen rücken umfassende und bezirksweite Aufwertungen in den Mittelpunkt. Dieser Schritt steht im Einklang mit der nationalen Strategie der hochwertigen Entwicklung.

Im Zentrum dieser Bemühungen steht die Sanierung der ikonischen Qiansimen-Brücke, einer Hängebrücke über den Jialing-Fluss, die die zentral gelegenen Stadtbezirke Yuzhong und Jiangbei miteinander verbindet. Chongqing ist bekannt für seinen einzigartig geschichteten und mehrstöckigen urbanen Aufbau.

Das Projekt ist im 15. Fünfjahresplan Chinas für den Zeitraum 2026 bis 2030 verankert. Es geht über die Brücke selbst hinaus und umfasst auch die Erneuerung von Fußgängerwegen in angrenzenden Quartieren sowie eine umfassende landschaftliche Aufwertung.

Diese vernetzte Modernisierung zielt darauf ab, das gesamte Umfeld der Brücke grundlegend zu transformieren. Nach Abschluss soll sie Wohngebiete, touristische Attraktionen und mehrere Verkehrsachsen nahtlos miteinander verbinden. Dadurch wird die Integration in das städtische Gesamtsystem verbessert.

Die Anwohner begrüßen die Veränderungen, da die Fortschritte des Projekts inzwischen deutlich im Stadtbild sichtbar sind.

„Es wird auf jeden Fall deutlich bequemer sein, sobald alles fertiggestellt ist. Das gilt sowohl für die Bewohner als auch für Touristen. Noch besser wird es, wenn die Aufzüge installiert sind“, sagte die Anwohnerin Lin Haiying.

Im Zeitraum des 15. Fünfjahresplans soll das Projekt 19,1 Kilometer Uferpromenaden miteinander verknüpfen, 200.000 Quadratmeter alter Wohnanlagen modernisieren und rund 500.000 Quadratmeter brachliegender Flächen und Gebäude revitalisieren.

Tang Bojun, Direktor des Zentrums für Schlüsselprojektbau im Bezirk Yuzhong, betonte den strategischen Wandel.

„Früher konzentrierte sich ein Projekt ausschließlich auf sich selbst. Heute betrachten wir es im Kontext des gesamten Bezirks, optimieren das umliegende Verkehrssystem neu und analysieren es ganzheitlich“, sagte er.

Diese Strategie ist Teil einer umfassenderen Initiative. Sie zielt darauf ab, sich von fragmentierten Erneuerungsmaßnahmen zu lösen und hin zu dem zu gelangen, was Fachleute der Stadtplanung als zusammenhängende Planung bezeichnen.

„Wir erstellen ein ganzheitliches Profil eines Bezirks. Dazu gehören demografische und industrielle Strukturen, die zukünftige Entwicklungsrichtung und die konkreten Bedürfnisse. Auf dieser Grundlage wenden wir einen systematischen Ansatz der Stadterneuerung an, bündeln Projekte und Finanzmittel und steuern den Fortschritt koordiniert“, erklärte Tang Xiaoping, Direktor der Chongqinger Kommission für Wohnungsbau und Stadt-Land-Entwicklung.

Dieser Wandel ist kein Einzelfall. Städte in ganz China setzen zunehmend auf ähnliche, gebietsorientierte Erneuerungsstrategien.

Die südchinesische Provinz Guangdong plant, in den kommenden fünf Jahren 300 wichtige Stadterneuerungsgebiete zu initiieren. Die ostchinesische Stadt Hangzhou in der Provinz Zhejiang hat 95 kommunale Erneuerungsgebiete für den 15. Fünfjahresplan ausgewiesen. Die zentralchinesische Metropole Wuhan, Hauptstadt der Provinz Hubei, hat umfassende Stadterneuerungsmaßnahmen auf Basis von 182 Bezirken gestartet.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Chongqing,Stadterneuerung,