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Chinas prähistorische Shimao-Ruinen zeugen von fortschrittlicher Planung und Bautechnik

CRI  |  
02.04.2026

Die prähistorischen Shimao-Ruinen in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi belegen nach Ansicht von Archäologen ein bemerkenswert hohes Niveau an Planung und Bautechnik im alten China.

Die rund vier Millionen Quadratmeter große Fundstätte in der Stadt Shenmu war eine gewaltige neolithische befestigte Siedlung, die vor etwa 4.300 Jahren florierte, jedoch rund 500 Jahre später aufgegeben wurde.

Die hochentwickelten Befestigungsanlagen, darunter eine pyramidenartige Plattform, monumentale Steinmauern, Palastkomplexe sowie aufwendige Steinmetzarbeiten, zeugen ebenso wie hochwertige Artefakte, etwa kunstvoll gearbeitete Jadeobjekte, von einer stark differenzierten und komplex organisierten Gesellschaft.

„Die anspruchsvolle Architektur und die kunstvollen Steinmetzarbeiten zeigen deutlich, dass das Huangchengtai, die sogenannte Königsstadtplattform, das inmitten natürlicher Klippen und Schluchten errichtet wurde, ein sakrales Bauwerk war, das der Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung diente. Die Struktur des Huangchengtai zählt zu den am besten erhaltenen Palastanlagen, die jemals in Ostasien entdeckt wurden“, erklärte Sun Zhouyong, stellvertretender Direktor der Kulturdenkmalverwaltung der Provinz Shaanxi und Leiter des archäologischen Teams der Shimao-Ruinen.

Genetische Analysen belegen, dass die Bevölkerung von Shimao den Großteil ihrer Abstammung auf lokale Bauern der Yangshao-Kultur zurückführen kann, die bereits mehr als ein Jahrtausend zuvor das Lössplateau bewirtschafteten. Zugleich weist die Studie auf weitreichende Interaktionen hin. So bestanden Verbindungen sowohl zu Bevölkerungsgruppen der nördlichen Steppen als auch zu südchinesischen Reisanbaukulturen.

Dies bestätigt die langfristigen Kontakte Shimaos mit Ackerbauern und Viehzüchtern in verschiedenen Regionen Chinas und liefert wichtige Belege für die frühe „pluralistische und zugleich einheitliche“ Entwicklung der chinesischen Zivilisation.

Darüber hinaus entdeckten Archäologen rund 17.000 Knochennadeln sowie zahlreiche Orakelknochen von Schafen und Rindern. Diese Funde belegen, dass die Wirtschaft der antiken Stadt auf einem gemischten Modell beruhte, in dem Ackerbau und Viehzucht gleichermaßen von Bedeutung waren.

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Quelle: CRI

Schlagworte: China,Shimao-Ruinen,Bautechnik