Jangtse-Fluss
Fischfangverbot trägt zur Förderung der Artenvielfalt bei
Die aquatische Artenvielfalt im Jangtse-Fluss zeigt deutliche Anzeichen einer Erholung. Neue Überwachungsdaten würden auf eine Umkehr des Rückgangs der biologischen Ressourcen im Fluss hindeuten, wie das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten am Dienstag bekannt gab.
Ein Schweinswal im Jangtse-Fluss in Yichang in der zentralchinesischen Provinz Hubei. (3. August 2020, Xinhua)
Von 2021 bis 2025 verbesserte sich der Index für die aquatische biologische Integrität in wichtigen Abschnitten des Jangtse um zwei Stufen im Vergleich zum Zeitraum vor dem Fischfangverbot (2017–2020). Dies deutet darauf hin, dass der langfristige Rückgang der aquatischen biologischen Ressourcen im Fluss entscheidend umgekehrt wurde.
Die Ergebnisse wurden am Dienstag auf einer nationalen Konferenz in Shanghai vorgestellt, die den Fortschritt des zehnjährigen Fischfangverbots am Jangtse bilanzierte.
China hat das Fischfangverbot 2021 im Hauptstrom des Jangtse und in wichtigen Nebenflüssen eingeführt, um die erschöpften Fischbestände und Ökosysteme wiederherzustellen.
Daten würden zeigen, dass sich die aquatischen Ressourcen seit der vollständigen Umsetzung des Verbots im Jahr 2021 deutlich erholt haben, wie auf der Konferenz hieß.
Zwischen 2021 und 2025 wurden im gesamten Einzugsgebiet des Jangtse 351 einheimische Fischarten nachgewiesen – ein Zuwachs von 43 Arten im Vergleich zum Zeitraum 2017-2020 vor Inkrafttreten des Verbots.
Auch die Strafverfolgung entlang des Flusses wurde verstärkt, was dazu beitrug, illegale Fischerei und damit verbundene Handelsnetze einzudämmen.
Im Jahr 2025 gingen die Strafverfahren im Zusammenhang mit der Fischerei im Jahresvergleich um fast 40 Prozent zurück.
Gleichzeitig haben die Behörden daran gearbeitet, die vom Verbot betroffenen Fischer zu unterstützen. Insgesamt haben 231.000 Fischer ihre Fischereitätigkeit aufgegeben, wobei 141.000 von ihnen eine andere Beschäftigung gefunden haben. Etwa 220.000 wurden in die Rentenversicherung aufgenommen, während 12.000 Menschen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, in Hilfsprogramme aufgenommen wurden.
Um den Naturschutz zu vertiefen, veröffentlichte das Ministerium einen Aktionsplan für 2026, der 60 Maßnahmen zur Stärkung der Durchsetzung, zur Ausweitung der Wiederherstellung von Lebensräumen und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen ehemaliger Fischer umfasst.
Zu den Prioritäten gehören die Wiederherstellung von Feuchtgebieten und ökologischen Uferzonen, um die Lebensräume für aquatische Arten zu erweitern. Schutzprogramme für Leitarten wie den Jangtse-Glattschweinswal und den Chinesischen Stör werden ebenfalls intensiviert.












