Russland: Japans neue Schulbücher zeigen revanchistische Tendenzen
Die für 2027 geplante Ausgabe neuer japanischer Schulbücher spiegelt nach Ansicht Russlands Bestrebungen Tokios wider, der jüngeren Generation ein revanchistisches Denken zu vermitteln und die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu relativieren. Dies erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
Sacharowa kritisierte, dass in den aktualisierten Lehrwerken die Abschnitte über Tokios unbegründete Ansprüche auf die Südkurilen ebenso ausgeweitet worden seien wie Passagen zu territorialen Forderungen gegenüber anderen Nachbarstaaten. Gleichzeitig gebe es kaum Hinweise auf die Kriegsverbrechen, die Japan in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begangen habe.
„Tokio und seine Führung führen die eigene jüngere Generation bewusst in die Irre, berauben sie ihres historischen Gedächtnisses und verzerren ihr Verständnis der aktuellen geopolitischen Realität“, so die russische Sprecherin weiter.











