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China treibt industrielle Standards für humanoide Robotik und verkörperte KI voran

CRI  |  
07.04.2026

China arbeitet daran, einheitliche Industriestandards für humanoide Roboter und verkörperte Künstliche Intelligenz (KI) zu etablieren, um die Entwicklung der Branche zu beschleunigen und die praktische Anwendung der Technologien zu fördern. Ziel ist es insbesondere, den Austausch und die Wiederverwendung von Datensätzen innerhalb der Industrie zu erleichtern.

Obwohl sich humanoide Robotik und verkörperte KI in China rasant entwickeln, erschwert das Fehlen einheitlicher Standards bislang die gemeinsame Nutzung von Open-Source-Daten. Hauptgrund dafür ist die große Vielfalt an Roboterkonfigurationen, die zu inkompatiblen Datenformaten führt.

„Die Formate von Datensätzen für verkörperte KI sind derzeit uneinheitlich und nicht standardisiert. Dadurch entwickeln verschiedene Akteure voneinander isolierte Systeme, was die effiziente Anhäufung hochwertiger Daten erheblich behindert“, erklärte Wang Zhongyuan, Präsident der Beijing Academy of AI (BAAI). „Das Fehlen qualitativ hochwertiger Datensätze wiederum hemmt Durchbrüche bei der Entwicklung von Robotermodellen. Erst durch standardisierte Datenformate können hochwertige Datensätze die Leistungsfähigkeit verkörperter KI über unterschiedliche Robotersysteme hinweg tatsächlich verbessern.“

Im Februar unternahm China einen wichtigen Schritt zur Regulierung der schnell wachsenden Branche. Das Land stellte erstmals ein nationales Standardsystem vor, das die gesamte industrielle Wertschöpfungskette sowie den Lebenszyklus humanoider Roboter und verkörperter KI abdeckt.

Das System wurde auf der Jahressitzung der Initiative „Humanoid Robots and Embodied Intelligence Standardization“ (HEIS) in Beijing präsentiert und umfasst sechs zentrale Bereiche: grundlegende Standards, gehirnähnliches und intelligentes Rechnen, Gliedmaßen und Komponenten, vollständige Systeme, Anwendungsszenarien sowie Sicherheit und Ethik.

Im Rahmen der Sitzung wurde zudem eine erste Liste von 52 Schlüsselstandards veröffentlicht.

„Die 52 Standards, die wir in diesem Jahr vorgestellt haben, sind bildlich gesprochen wie eine Strohhütte“, sagte Jiang Lei, stellvertretender Leiter des HEIS-Fachausschusses unter dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie. „Mit der geplanten Veröffentlichung von mehreren hundert weiteren Standards in den kommenden Jahren wird daraus schrittweise ein solides Haus und schließlich eine stabile Struktur. Erst dann wird die Branche wirklich belastbar sein.“

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Quelle: CRI

Schlagworte: KI,Roboter,