Chinesische Pickup-Hersteller fahren Produktion hoch
Chinesische Hersteller von Pickup-Trucks erhöhen ihre Produktion und beschleunigen ihre Auslandslieferungen, da die Exporte neue Rekordhöhen erreichen.
Nach einem Rekordjahr 2025, in dem mehr als die Hälfte der in China verkauften Pickup-Trucks – etwa 300.000 – ins Ausland ging, deuten erste Daten für 2026 darauf hin, dass sich der Exportboom fortsetzt.
m Hafen von Yangzhou in der ostchinesischen Provinz Jiangsu verladen Arbeiter 1.500 Pickup-Trucks in Container mit Ziel Mexiko. Die Überfahrt wird voraussichtlich etwa 40 Tage dauern.
Liu Geng aus der Marketingabteilung der Yangzhou Yuanyang Terminal International Ports Co. erklärt: „Seit Jahresbeginn hat das Gesamtvolumen der von hier verschifften Pickup-Container rund 6.000 TEU erreicht, was etwa 18.000 Fahrzeugen entspricht. Das entspricht einem Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.“
Im globalen Forschungs- und Entwicklungszentrum von Chang’an Automobile in Chongqing hat das Unternehmen drei neue Pickup-Modelle für internationale Märkte vorgestellt. Sie bieten Dutzende von Konfigurationen in unterschiedlichen Größen und Preissegmenten, um den Anforderungen gewerblicher Nutzer, von Familien sowie für Freizeit und Outdoor-Zwecke gerecht zu werden.
Shen Chi, Projektleiter für Pickup-Modelle bei Chang’an Automobile, sagt: „Im Jahr 2025 ist unser Exportgeschäft im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent gewachsen. Betrachtet man die Bestellungen von Januar bis Februar dieses Jahres, verzeichnen wir ein Plus von über 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die zweite Jahreshälfte ist traditionell unsere Hochsaison für Pickup-Trucks und wir rechnen für das Gesamtjahr mit einem Wachstum von über 40 Prozent.“
Um die steigende Auslandsnachfrage zu bedienen, wird die Produktionskapazität im chinesischen Pickup-Sektor weiter ausgebaut. In einem Werk von SAIC Maxus in Wuxi in der Provinz Jiangsu durchlaufen die Fahrzeuge Prozesse wie Stanzen, Schweißen, Lackieren und Endmontage, bevor sie vom Band laufen.
Nach Angaben des Werks entfallen derzeit mehr als 90 Prozent der laufenden Produktion auf Exportmärkte, darunter Australien, Europa und Lateinamerika. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat das Unternehmen fast 20 neue Länder und Regionen als Absatzmärkte erschlossen.
Zhao Aimin, stellvertretender Generaldirektor von SAIC Motor International, erklärt: „In diesem Jahr haben wir neue Durchbrüche in Afrika erzielt, darunter in Süd- und Nordafrika, sowie in den Staaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) und in Südostasien. Für einige Produkte reichen die Bestellungen bereits bis Mai oder sogar bis Juni. Um die steigende Nachfrage zu bewältigen, arbeiten wir derzeit im Zweischichtbetrieb.“











