KMT-Vorsitzende Cheng Li-wun: Für mehr Wohlwollen und gegenseitiges Vertrauen über die Taiwanstraße
Beeindruckt von der Vitalität und Kreativität des chinesischen Festlands während eines Besuchs in Shanghai rief die Vorsitzende der Chinesischen Kuomintang (KMT), Cheng Li-wun, am Donnerstag dazu auf, über die Taiwanstraße hinweg mehr Wohlwollen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.
Cheng leitete eine KMT-Delegation, die am Mittwochnachmittag mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Nanjing nach Shanghai gereist war. Erste Station war der Shanghaier Hauptsitz des Lieferdienstunternehmens Meituan, der den Taiwaner Gästen Einblicke in die sich rasant entwickelnde Smart Economy des Festlands bot. Nachdem Cheng Milchtee per Smartphone bestellt hatte, wurde das Getränk innerhalb von rund 15 Minuten per Drohne geliefert. „Der Tee ist noch warm!“, bemerkte sie erfreut.
„Dies ist eine seltene Gelegenheit, die Funktionsweise der Wirtschaft in niedriger Flughöhe aus nächster Nähe zu erleben – einer Zukunftsbranche“, sagte Cheng. Sie forderte den Dienstleistungssektor Taiwans auf, die Integration von Internet und künstlicher Intelligenz weiter zu vertiefen.
Anschließend besuchte die Delegation einen öffentlichen Raum in einem neu gestalteten Uferbereich entlang des Huangpu-Flusses, wo rund 20 junge Menschen vom Festland und aus Taiwan an einem Kulturaustausch teilnahmen. Mehrere Teilnehmer aus Taiwan berichteten von ihren Erfahrungen in Bezug auf Arbeit, Alltag und persönliche Entwicklung in Shanghai. Cheng würdigte das Engagement der jungen Menschen und ihre Vernetzung mit Gleichgesinnten.
Am Donnerstagvormittag standen der Hafen Yangshan, ein wichtiger Knotenpunkt im globalen Seeverkehr, sowie das Shanghai Aircraft Design and Research Institute der Commercial Aircraft Corporation of China auf dem Programm. Die Delegation besichtigte unter anderem Demonstrationsmodelle in China entwickelter Verkehrsflugzeuge, darunter die Passagiermaschine C919, und erhielt Einblicke in deren Kabinen.
In Gesprächen mit Medienvertretern lobte Cheng die wirtschaftliche Blüte und die Schönheit Shanghais und erinnerte zugleich an die Kriegsgeschichte der Stadt sowie ihre anschließende Entwicklung. „Frieden ist die mächtigste Kraft. Mit genügend Zeit kann er alles möglich machen“, betonte sie.
Sie rief die Menschen auf beiden Seiten der Taiwanstraße dazu auf, sich dem friedlichen Fortschritt zu verpflichten, gegenseitiges Vertrauen zu stärken sowie Zusammenarbeit und Austausch zu fördern. „Wir sollten nicht zulassen, dass unnötige Differenzen und Missverständnisse unsere gemeinsamen Möglichkeiten einschränken“, sagte Cheng.
Die Delegation verließ Shanghai am Donnerstagnachmittag und reiste weiter nach Beijing. Der Festlandsbesuch begann am Dienstag und dauert noch bis Sonntag an.











