Romano Prodi: China und die EU können einen neuen Weg einschlagen
Der ehemalige italienische Ministerpräsident und frühere Präsident der Europäische Kommission, Romano Prodi, hat der China Media Group (CMG) ein Exklusivinterview gegeben.
Prodi, der China bereits Dutzende Male besucht hat, verfügt über einen differenzierten Blick auf die Entwicklung des Landes. Er betonte, dass die Wertschöpfungsketten in China heute eine Vielzahl von Produktionssektoren umfassen, was eine in dieser Form einzigartige Struktur ist.

Seiner Ansicht nach müsse die internationale Gemeinschaft den Dialog intensivieren und nach Gemeinsamkeiten suchen, während Unterschiede zugleich akzeptiert werden sollten.
„Meine politische Philosophie ist, dass wir den Dialog mit allen Ländern aufrechterhalten müssen“, sagte Prodi. Europa und China seien niemals Feinde gewesen. „Durch schrittweise Zusammenarbeit können wir ein Signal senden, dass ein neuer Weg möglich ist – einer, der sich von den Mustern der Vergangenheit unterscheidet“, fügte er hinzu.
Für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen China und Europa sei es entscheidend, Unterschiede zu respektieren, gegenseitige Toleranz zu üben und einander mit Aufrichtigkeit zu begegnen.
Zugleich äußerte Prodi die Hoffnung, dass China und Europa künftig enger zusammenarbeiten könnten, um in globalen Fragen eine konstruktivere Rolle zu spielen, gemeinsame Interessen besser zu wahren und als stabilisierende Kraft für Sicherheit und Ordnung in der Welt zu wirken.












