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Warnung vor Technologiehegemonie

Chinesische Wissenschaftsorganisationen rufen zu gemeinsamer globaler KI-Governance auf

german.china.org.cn  |  
14.04.2026

16 chinesische Wissenschafts- und Technologieorganisationen haben eine gemeinsame Initiative veröffentlicht. Darin fordern sie einen offenen, fairen, inklusiven und effektiven globalen Rahmen für die Steuerung Künstlicher Intelligenz (KI) und warnen zugleich vor Technologiehegemonie, akademischen Barrieren, exklusiven „kleinen Zirkeln“ und unangemessenen Technologiemonopolen.

Die Initiative betont, dass die akademische KI-Forschung dem Wohl der Menschheit dienen müsse und Sicherheit die Grundlage für Forschung und Governance bilden solle.

„Wir respektieren das Recht aller Länder auf gleichberechtigte Beteiligung an KI-Forschung und -Governance sowie ihre jeweils national geprägten Ansätze. Wir lehnen Technologiehegemonie, akademische Abschottung, exklusive ‚kleine Zirkel‘ und unfaire Technologiemonopole entschieden ab. Wir setzen uns dafür ein, die Belange von Entwicklungsländern und benachteiligten Gruppen in Bereichen wie Datenzugang, Talentförderung und Regelsetzung stärker zu berücksichtigen“, heißt es in der Erklärung.

Zudem solle die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Technologie und deren potenzielle Risiken besser informiert werden.

Die rasche Entwicklung der KI bringe große Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch neue globale Herausforderungen für die Steuerung dieser Technologie mit sich, so die Initiative. Diese Herausforderungen beträfen das Wohl der Menschheit und ihre künftige Entwicklung.

Die Initiative erklärte, dass die Entwicklung von KI keine nationalen Grenzen kenne, daher die Verantwortung für ihre Steuerung weltweit geteilt werden müsse. Die Wissenschafts- und Technologiegemeinschaft sei aufgerufen, mit einer offenen und integrativen Haltung die Entwicklung von „KI zum Wohle der Menschheit“ durch pragmatische Maßnahmen voranzutreiben. Dadurch solle sie dazu beitragen, KI-Technologien für die Menschheit nutzbar zu machen und somit eine Schicksalsgemeinschaft der Menschheit aufzubauen.

Liang Zheng, stellvertretender Direktor des China-Instituts für Wissenschafts- und Technologiepolitik, erklärte, China setze auf einen Ausgleich von Entwicklung und Sicherheit. Technologiegesellschaften spielten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung konstruktiver globaler Antworten auf die Herausforderungen der KI.

Liu Gang, Chefökonom am Chinesischen Institut für Strategien zur Entwicklung einer neuen Generation Künstlicher Intelligenz, sagte am Montag, KI verändere als strategische Technologie Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensweisen grundlegend. Mit der Initiative unterstreiche China sein Engagement für internationale Zusammenarbeit in der KI-Governance und positioniere sich als konstruktiver Akteur für inklusive globale Rahmenwerke.

„China hat stets Entwicklung und Sicherheit sowie Innovation und Regulierung in Einklang gebracht und die Globale KI-Governance-Initiative vorgelegt“, so Liu. Die gemeinsame Initiative zeige Chinas Willen, die Kluft zwischen den Nationen zu überbrücken und gemeinsame Standards für eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung zu etablieren.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: KI,Governance,Technologiehegemonie