„Blades of the Guardians“ in London vorgestellt
Es ist ein Abend voller Kampfgeist und Dramatik: Der neuer chinesischer Martial-Arts-Blockbuster, „Blades of the Guardians“, hat kürzlich im Herzen Londons seine Premiere gefeiert. Der Film markiert einen wichtigen Schritt der chinesischen Filmindustrie, das Wuxia-Genre – eine filmische Tradition um wandernde Helden, die für Gerechtigkeit kämpfen – einem weltweiten Publikum wieder näherzubringen.
Die Handlung spielt etwa vor 1.400 Jahren in den turbulenten letzten Jahren der Sui-Dynastie (581-618 n.Chr.). Ein Schwertkämpfer begleitet einen Flüchtling auf einer gefährlichen Eskorte durch die unwirtlichen Landschaften des alten China. Der Film wird als klassische Wuxia-Erzählung beschrieben, die Martial-Arts-Kämpfe, Ehre und Gerechtigkeit in einer Welt vereint, in der das Gesetz oft in den Hintergrund tritt.
Für viele bedeutet „Blades of the Guardians“ eine Rückkehr zu den Wurzeln des Wuxia-Genres, das in Asien von den 1960er bis in die 1990er Jahre seine Blütezeit erlebte. Anfang der 2000er Jahre feierte es dann auch auf globaler Ebene große Erfolge, allen voran mit „Tiger & Dragon – Meister aller Klassen“.
Cedric Behrel, Mitbegründer des Kinos Trinity CineAsia, sagte: „‚Tiger & Dragon‘ hat wirklich die Bühne bereitet und das Wuxia-Genre außerhalb Chinas weltweit populär gemacht. Allerdings gab es seitdem, glaube ich, keine herausragenden Wuxia-Filme mehr, die eine groß angelegte Veröffentlichung und Präsentation auf großen Leinwänden verdient hätten – dieser Film tut das meiner Meinung nach.“
In einer Ära, die von fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz in der Filmproduktion dominiert wird, verzichtet „Blades of the Guardians“ bemerkenswerterweise auf schwere computergenerierte Bilder (CGI) und setzt stattdessen auf rohe, physische Kämpfe. Dieser Ansatz wurde von den Besuchern der Vorschau ausdrücklich gelobt.
Schauspieler Islah Abdur-Rahman meinte: „Hollywood-Kampfszenen sind ganz anders. Sie verlassen sich auf Kamerawinkel, Stuntdoubles und viele Tricks, um sicherzugehen. Wenn man ins chinesische Kino kommt und sieht, wie es hier gemacht wird, ist es authentisch. Man spürt, dass es ohne Zurückhaltung und kompromisslos umgesetzt wurde – und das ist die Schönheit dieser Kunst.“
Charlotte Rose, eine Martial-Arts-Darstellerin, sagte: „Bei schnellerem Anschauen gibt es viel zu erfassen, aber visuell und insgesamt fügt sich einfach alles wunderbar zusammen.“
Azeem Mustafa, Filmemacher, meinte begeistert: „Yuen Woo-ping ist 80 Jahre alt, und er schafft es immer noch, das auf so hohem Niveau zu leisten. Für mich war das erstaunlich.“
Der Film hat weltweit bereits rund 200 Millionen US-Dollar eingespielt. Die Hoffnungen sind groß, dass die Veröffentlichung im Vereinigten Königreich zusätzlichen Schwung geben wird. Nach der Premiere dienten Martial-Arts-Darbietungen als lebendige Erinnerung daran, wie solche Filme traditionell die chinesischen Kampfkünste weltweit populär gemacht haben.











