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Traditioneller Hakka-Tee verbindet Gemeinschaften über die Taiwanstraße hinweg

CRI  |  
15.04.2026

Das traditionelle Teegetränk „Leicha“ der Hakka hat Jahrhunderte voller Veränderungen und historischer Turbulenzen überstanden. Dank seines einfachen Rezepts und seines wohlig-vertrauten Geschmacks ist es im Landkreis Miaoli auf der chinesischen Insel Taiwan zu einem täglichen Grundnahrungsmittel geworden. Die anhaltende Beliebtheit des Tees spiegelt die gemeinsamen kulturellen Wurzeln und die zwischenmenschlichen Verbindungen über die Taiwanstraße hinweg wider.

Das traditionelle Teegetränk „Leicha“ der Hakka hat Jahrhunderte voller Veränderungen und historischer Turbulenzen überstanden. Dank seines einfachen Rezepts und seines wohlig-vertrauten Geschmacks ist es im Landkreis Miaoli auf der chinesischen Insel Taiwan zu einem täglichen Grundnahrungsmittel geworden. Die anhaltende Beliebtheit des Tees spiegelt die gemeinsamen kulturellen Wurzeln und die zwischenmenschlichen Verbindungen über die Taiwanstraße hinweg wider.

Vom Frühstückstisch bis zu Gemeinschaftsveranstaltungen wird der teebasierte Brei zubereitet, indem Teeblätter, Sesamsamen und Erdnüsse zu feinem Pulver gemahlen werden, bevor heißes Wasser hinzugegeben wird. So entstehen Aromen, die von herzhaft über süß bis würzig reichen.

Diese Einfachheit machte Leicha über große historische Zeiträume hinweg zu einer idealen Wahl für wandernde Volksgruppen. Bis heute bietet das Getränk einen vertrauten und gastfreundlichen Geschmack von Heimat, der Generationen verbindet und die kulturelle Identität stärkt.

Chan Jung-chin, ein Einwohner von Miaolis, erklärte, die Tradition gehe auf turbulente Zeiten im alten China zurück – von der späten Westlichen Jin-Dynastie (265–316) bis zu den frühen Nördlichen und Südlichen Dynastien (420–589). Damals machten Migrationswellen Leicha zu einem wichtigen Nahrungsmittel für die Hakka-Gemeinschaften auf der Wanderschaft.

„In der Zeit, als nördliche Ethnien nach innen wanderten, zogen die Hakka in verschiedene Teile der Welt. Warum nahmen sie Leicha mit? Weil sie mit alten Menschen und Kindern reisten – und Leicha sich leicht mahlen und zu Reisbrei oder Porridge dämpfen ließ, um die Familie zu ernähren.“

Chan fügte hinzu, dass Leicha mehr als nur ein einfaches Nahrungsmittel sei. Es verkörpere die Widerstandskraft des Hakka-Volkes, geschmiedet durch Generationen von Kämpfen und Wanderungen.

„Meine Heimat liegt in Ganzhou in der ostchinesischen Provinz Jiangxi. Wir haben die Tradition der Leicha-Herstellung bewahrt, weil sie einfach und erschwinglich ist. Noch wichtiger: Sie repräsentiert den Hakka-Geist, der durch die Geschichte schwieriger Migrationen hindurch sichtbar bleibt. In schweren Zeiten trugen wir Leicha mit uns, um die Alten und die Kleinen zu ernähren – und verließen uns auf sie, um ihr Leben zu erhalten“, so Chan weiter.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Tee,Taiwanstraße,Leicha,Hakka