share
Home> Wirtschaft

ZXMOTO-Gründer lobt Chongqings Motorrad-Ökosystem nach historischem WSBK-Sieg

Quelle: CRI
CRI  |  
15.04.2026


Zhang Xue nimmt an der Taklimakan Rally 2023 im Kreis Minfeng in der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang in Nordwestchina teil. (30. Mai 2023, Xinhua)

In einem Meilenstein für die chinesische High-End-Fertigung hat der französische Fahrer Valentin Debise Ende März bei der Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) in Portimão, Portugal, einen Doppelsieg auf einer ZXMOTO-Maschine errungen. Dieser Triumph durchbricht die jahrzehntelange Dominanz etablierter europäischer und japanischer Marken wie Ducati und Yamaha und hat in ganz China große Begeisterung sowie lebhafte Diskussionen ausgelöst.

Zhang Xue, Gründer von ZXMOTO, führt den historischen Durchbruch seiner Marke beim WSBK-Lauf auf das robuste Motorrad-Ökosystem von Chongqing zurück. Die südwestchinesische Metropole, in der das Unternehmen ansässig ist, gilt als Wiege der chinesischen Motorradindustrie.

Zhang blickte auf seine unternehmerische Laufbahn zurück. Diese begann in Chongqing, einer Stadt mit über 40 Fahrzeugherstellern und mehr als 400 Zulieferern sowie einer jährlichen Produktionskapazität von zehn Millionen Fahrzeugen und 20 Millionen Motoren. Statistiken zufolge haben fünf der zehn größten Motorradexporteure Chinas ihren Sitz in Chongqing.

Zhang betonte: „Chongqing bietet eine außergewöhnlich leistungsfähige Lieferkette. Praktisch jede benötigte Komponente ist hier verfügbar. Hinzu kommt das Talent. Unser Unternehmen beschäftigt derzeit rund 230 Ingenieure, von denen über 90 Prozent aus Chongqing stammen. Ingenieure sind für ZXMOTO das wertvollste Gut. Sie sind schlicht unbezahlbar.“

Zhangs Weg zur internationalen Anerkennung begann bescheiden. Im Jahr 2013 kündigte er seine Stelle in einer Motorradfabrik in der ostchinesischen Provinz Zhejiang und zog mit lediglich 20.000 Yuan RMB, etwa 2.500 Euro, sowie einer klaren Vision nach Chongqing. Sein Ziel war der Aufbau der wettbewerbsfähigsten Motorradmarke Chinas.

Sein erstes Vorhaben scheiterte jedoch. Unbeirrt verfolgte Zhang daraufhin ein noch ambitionierteres Ziel und investierte fünf Millionen Yuan RMB, rund 623.600 Euro, in die Entwicklung eines wirklich konkurrenzfähigen Motorrads. Zwischen 2015 und 2017 stiegen die Entwicklungskosten erheblich, und seine Schulden beliefen sich schließlich auf mehr als 1,6 Millionen Yuan RMB, etwa 199.500 Euro. Doch seine Beharrlichkeit zahlte sich aus.

Im Jahr 2017 gründete Zhang Kove Moto und setzte seine Vision in die Tat um. Bereits sechs Monate später lief das erste Serienmodell vom Band.

„Unsere Markteinführung war alles andere als konventionell. Ich bin tatsächlich mit einem Motorrad auf die Bühne gefahren. Diese Präsentation sprach sich schnell in der Branche herum. So etwas hatte man zuvor nicht gesehen. Die Motorradindustrie ist traditionell eher konservativ. Produkteinführungen verlaufen meist nüchtern und skriptgebunden. Unsere Veranstaltung zeigte jedoch, dass es auch anders geht, mit Energie und Leidenschaft. Noch im selben Jahr erhielten wir zahlreiche Bestellungen und verkauften rund 800 Einheiten“, so Zhang.

Unter seiner Führung erweiterte die Marke rasch ihre Produktpalette, steigerte ihr Verkaufsvolumen und baute ihre Marktpräsenz kontinuierlich aus und entwickelte sich zu einem führenden Anbieter im chinesischen Segment für Freizeitmotorräder.

Nachdem Zhang das Unternehmen aufgrund unterschiedlicher strategischer Vorstellungen mit seinen Partnern verlassen hatte, gründete er im April 2024 ZXMOTO. Innerhalb von weniger als zwei Jahren gelang es ihm, die Marke auf die internationale Bühne zu führen.

Mit Blick auf die Zukunft erklärte Zhang, sein Ziel sei es, ZXMOTO innerhalb der nächsten zehn Jahre unter die zehn größten Motorradmarken der Welt zu bringen. Damit sollen chinesische Hochleistungsmotorräder weltweit Anerkennung finden.

1   2   3   4   5   >  


Schlagworte: ZXMOTO,Gründer,Chongqing,Motorrad-Ökosystem,WSBK

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback