share
Home> Wirtschaft

Spanischer Solarentwickler lobt chinesische Wasserstoff-Expertise und plädiert für engere Zusammenarbeit

CRI  |  
16.04.2026

Der Leiter des führenden spanischen Solarenergieentwicklers MASPV Energy hat Chinas Expertise in der grünen Wasserstofftechnologie gelobt und für eine engere Zusammenarbeit plädiert. Dies soll Spaniens Ambitionen beschleunigen, eine europäische Führungsposition in der nachhaltigen Entwicklung einzunehmen.

Marco de Bianchi, CEO des in Madrid ansässigen Unternehmens, äußerte sich zu einem Zeitpunkt, als der spanische Premierminister Pedro Sánchez seinen fünftägigen offiziellen Besuch in China am Mittwoch abschließen will. Während des Besuchs standen Gespräche über die Vertiefung von Partnerschaften und Investitionen in grüne Energie ganz oben auf der Agenda.

Marco de Bianchi hob das transformative Potenzial von grünem Wasserstoff hervor, nicht nur für die Neugestaltung der Zukunft des Verkehrs, sondern auch für die Förderung des grünen Wandels traditioneller Industrien.

„Grüner Wasserstoff ist im Grunde Wasserstoff, der ausschließlich durch den Einsatz erneuerbarer Energien produziert wird. So einfach ist das,“ betonte de Bianchi. „Wasserstoff hat großes Potenzial für die zukünftige Mobilität, ist aber weit mehr als das. Er ist ein Vehikel, um erneuerbare Energien in industrielle Prozesse einzuspeisen. So wird Wasserstoff bei der Herstellung von Methanol verwendet, das wiederum vor allem für Kunststoffe und Farben gebraucht wird. Auch bei der Ammoniakproduktion – einem Grundstoff für Düngemittel – spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle. Er ist also eine Art übergreifender Rohstoff für viele industrielle Prozesse.“

Das Unternehmen hat bereits enge Partnerschaften mit China geschlossen und einen Vertrag im Wert von rund 1,4 Milliarden US-Dollar mit der Shanghai Shaanyao Group unterzeichnet, um in grüne Projekte im Süden Spaniens zu investieren.

De Bianchi zeigte sich überzeugt, dass diese Zusammenarbeit Früchte tragen werde, da beide Seiten ihre jeweiligen Stärken bündelten, um die grüne Entwicklung voranzutreiben. Die Kooperation werde Spanien seiner Ansicht nach eine führende regionale Position verschaffen. „China ist heute weltweit führend bei grünem Wasserstoff. Unser Partner Shanghai Shaanyao bringt eine starke Expertise in dieser Technologie mit, während wir unsere Stärken in der Projektentwicklung in Spanien einbringen. Wir befinden uns derzeit in der Due-Diligence-Phase für mehrere grüne Wasserstoffprojekte – einige sind bereits baubereit, andere befinden sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Eine gute Beziehung zu China kann Spanien dabei helfen, in naher Zukunft zu einem der führenden Wasserstoff-Länder Europas zu werden“, sagte de Bianchi weiter.

China ist Spaniens größter Handelspartner außerhalb der Europäischen Union. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde überstieg das bilaterale Warenhandelsvolumen im Jahr 2025 die Marke von 55 Milliarden US-Dollar – ein jährliches Wachstum von 9,8 Prozent.

Chinesische Investitionen in Spaniens neue Energiesektoren – von Elektrofahrzeugen bis hin zur Windkraft – tragen maßgeblich zum industriellen Aufbau des Landes bei. Im Gegenzug bringt Spanien wertvolle Erfahrungen im Bereich der erneuerbaren Energien ein. Dieser gegenseitige Fluss von Kapital und Fachwissen zeigt eine Partnerschaft, die beiden Seiten greifbare industrielle und technologische Gewinne beschert.

Diesen Artikel DruckenMerkenSendenFeedback

Quelle: CRI

Schlagworte: Spanischer Solarentwickler,Wasserstoff,China