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Chinas Bruttoinlandsprodukt

Robustes Wachstum von 5 Prozent im ersten Quartal

german.china.org.cn  |  
17.04.2026

Chinas Wirtschaftswachstum beschleunigte sich im ersten Quartal 2026 trotz zunehmender externer Unsicherheiten auf 5 Prozent. Dies unterstreiche, dass die Widerstandsfähigkeit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von ihrem riesigen Binnenmarkt gestützt wird, meinten Beamte und Experten am Donnerstag.

Ein Mitarbeiter in einer intelligenten Werkstatt der Luoyang Bearing Group Co., Ltd. in Luoyang, Provinz Henan, Zentralchina. (4. November 2025, Xinhua)

Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug im ersten Quartal 2026 etwa 33,42 Billionen Yuan und ist damit um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, was 0,5 Prozentpunkte schneller war als im vierten Quartal 2025. Dies teilte das Staatliche Statistikamt (NBS) am Donnerstag mit.

„Die chinesische Wirtschaft ist gut in das Jahr gestartet, mit einer Verbesserung der wichtigsten makroökonomischen Indikatoren und einer raschen Ausweitung neuer Wachstumsmotoren“, sagte Mao Shengyong, Vize-Leiter des NBS, und fügte hinzu, dass die Wirtschaft gut aufgestellt sei, um das stabile Wachstum in der kommenden Zeit aufrechtzuerhalten.

Das Wachstum im ersten Quartal übertraf die Markterwartungen und wurde durch eine sich verbessernde Inlandsnachfrage sowie ein widerstandsfähiges Exportwachstum gestützt. Der Einzelhandelsumsatz, ein Schlüsselindikator für den Konsum, stieg im Jahresvergleich um 2,4 Prozent.

Die Investitionen in Sachanlagen stiegen im ersten Quartal im Jahresvergleich um 1,7 Prozent und kehrten damit den Rückgang von 3,8 Prozent im Jahr 2025 um.

Insgesamt trugen Konsum und Investitionen 84,7 Prozent zum BIP-Wachstum im ersten Quartal bei, was einem Anstieg von fast 30 Prozentpunkten im Jahresvergleich entspricht, so das NBS. Dies wies auf eine anhaltende Verlagerung hin zu einem von der Binnennachfrage getriebenen Wachstumsmodell hin.

Technologische und industrielle Innovationen leisteten ebenfalls starke Unterstützung. Die Hightech-Fertigung trug 32,6 Prozent zum Gesamtwachstum der Industrieproduktion bei, die im Jahresvergleich um 6,1 Prozent und damit 1,1 Prozentpunkte schneller stieg als im vierten Quartal 2025.

Die Inflation zog ebenfalls an. Dieser Trend könnte die Umsätze und die Rentabilität chinesischer Unternehmen verbessern und die Erholung der Investitionen und der Haushaltseinkommen weiter stützen, sagte Xiong Yi, Chefvolkswirt der Deutschen Bank für China. Die Bank hob ihre Prognose für Chinas reales BIP-Wachstum für 2026 auf 4,9 Prozent an.

Die solide Wirtschaftsleistung hat den chinesischen Aktienmarkt unterstützt. Der ChiNext-Index stieg am Donnerstag um 3,17 Prozent auf 3.626,27 Punkte und erreichte damit ein 11-Jahres-Hoch.

Die verbesserte Stimmung spiegelt sich auch in den Trends bei den ausländischen Direktinvestitionen wider. Ein Bericht der US-Beratungsfirma Kearney zeigte, dass China im „FDI Confidence Index 2026“ des Unternehmens um zwei Plätze auf den vierten Platz weltweit kletterte.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Bruttoinlandsprodukt,Wachstum