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Robotikindustrie

Marathon der Innovation kennt keine Ziellinie

german.china.org.cn  |  
20.04.2026

Der Halbmarathon im Wirtschafts- und Technologieentwicklungsgebiet E-Town in Beijing am Sonntag hat eindrucksvoll die Fortschritte chinesischer humanoider Roboter demonstriert. 

Der Sieger des Rennens, der autonome Roboter „Lightning“ von Honor, absolvierte die Strecke trotz eines kleinen Missgeschicks kurz vor dem Ziel in bemerkenswerten 50 Minuten und 26 Sekunden und unterbot damit den menschlichen Weltrekord.

Die Entwicklung der Veranstaltung spiegelt Chinas rasanten technologischen Fortschritt wider: Während die erste Ausgabe vor allem die technische Machbarkeit in den Fokus stellte, lag das Augenmerk diesmal auf der Leistungsfähigkeit. Anders als im Vorjahr, als für die Navigation noch Fernsteuerung nötig war, traten viele humanoide Roboter in diesem Jahr vollautonom an. Dies markiert einen großen Fortschritt bei ihren autonomen Fähigkeiten.

Abseits der Strecke lieferte Qianxun SI, gestützt auf das Satellitennavigationssystem Beidou, mehr als zwei Dritteln der autonomen Teams eine zentimetergenaue Ortung. Die Telekommunikationsanbieter stellten ein dreidimensionales Netz auf Basis von 5G-Advanced und 5G-„Smart-Slicing“-Technologie bereit, das Millisekunden-Reaktionszeiten und eine nahezu verzögerungsfreie Kommunikation ermöglichte. Erst diese zukunftsweisende Infrastruktur machte den Halbmarathon der humanoiden Roboter überhaupt möglich.

Diese Verbesserungen spiegeln die allgemeinen Fortschritte in Chinas Robotikbranche wider. Der Wandel von isolierten Durchbrüchen hin zur Erprobung umfassender Fähigkeiten unterstreicht den Übergang des Sektors von der Theorie zur Praxis.

Daten des internationalen Forschungsunternehmens Omdia zeigen: 2025 wurden weltweit 13.000 humanoide Roboter ausgeliefert – 90 Prozent davon in China.Chinesische Unternehmen belegten die ersten sechs Plätze im Auslieferungsranking.

Dieses schnelle Wachstum ist nicht nur auf Kosten- und Preisvorteile zurückzuführen, sondern auch auf die Stärken, die aus robusten Lieferketten und unterstützenden Fähigkeiten resultieren. Brancheninsider schätzten zuletzt, dass die Kosten für die kundenspezifische Entwicklung eines humanoiden Roboters in Shenzhen auf nur zwei Millionen Yuan (etwa 282.000 US-Dollar) sinken könnten.

Die bemerkenswerte Leistung humanoider Roboter ist untrennbar mit Chinas riesigem „Innovationslabor“ verbunden. In immer mehr Fabriken ziehen sie Schrauben an und transportieren Materialien – sie werden somit zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines neuen, menschen-roboter-basierten Fertigungsmodells.

Die Regierungen auf verschiedenen Ebenen haben zudem starke politische Unterstützung und gut durchdachte Initiativen auf den Weg gebracht – darunter Open-Source-Communities für humanoide Roboter, Datensatzstandards, staatliche Investmentfonds und Kataloge von Anwendungsszenarien. Diese Maßnahmen haben es Chinas humanoider Robotikindustrie ermöglicht, schnell von der technischen Erprobung zur praktischen Anwendung überzugehen.

Der Marathon der Innovation kennt keine Ziellinie. Das Prinzip des Halbmarathons lautet, durch Wettbewerb Forschung, Industrie und Anwendung zu fördern. Das Tempo des technologischen Fortschritts ist dabei noch aufregender als das Rennen selbst. Mit dem Bekenntnis zu unabhängiger Innovation, der Stärkung von Eigenständigkeit und den Vorteilen eines riesigen Marktes sowie vielfältiger Anwendungsszenarien ist China gut aufgestellt, um in diesem Innovationsmarathon weiter herausragende Ergebnisse zu erzielen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Marathon,Innovation,Beijing,Robotikindustrie