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Vertrauen in die Entwicklung

Chinas Markt bleibt ein Magnet für deutsche Unternehmen

german.china.org.cn  |  
20.04.2026

Trotz der globalen Volatilität bleibt die Anziehungskraft des chinesischen Marktes ungebrochen. Vor allem die Stadt Taicang profitiert von diesem Vertrauen und dem beginnenden 15. Fünfjahresplan, der auf qualitative Entwicklung und engere Kooperation setzt.

Fachleute weisen darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft in einer volatilen Welt ein seltenes Maß an Sicherheit bietet. Ausländische Investoren setzen daher weiterhin großes Vertrauen in die Aussichten des Landes. Dieser Optimismus wird maßgeblich durch den qualitativen wirtschaftlichen Wandel der Volksrepublik sowie die robuste Anziehungskraft des heimischen Marktes gestützt.

Nach Angaben des Handelsministeriums wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 in China 8.631 neue Unternehmen mit ausländischer Beteiligung neu gegründet, was einem Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das tatsächlich genutzte ausländische Kapital belief sich in diesem Zeitraum auf 161,45 Milliarden Yuan (rund 23,68 Milliarden US-Dollar). Auffällig ist der Anstieg der Direktinvestitionen in Chinas Hightech-Sektoren im Jahresvergleich um 20,4 Prozent auf 63,21 Milliarden Yuan, was 39,2 Prozent der gesamten Zuflüsse ausmacht.

Die anhaltende Attraktivität des Standorts zeigt sich besonders deutlich in der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland. „Der 15. Fünfjahresplan (2026–2030) setzt entscheidende Ziele, darunter die konsequente Fortführung von Reform und Öffnung, den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit sowie die Stärkung der Binnennachfrage. Diese klaren Leitlinien üben eine dauerhafte und starke Anziehungskraft auf die deutsche Wirtschaft aus“, erklärte Cui Hongjian, Professor an der Beijing Foreign Studies University.

Daten des Statistischen Bundesamtes belegen, dass das bilaterale Handelsvolumen im Jahr 2025 einen Wert von 251,8 Milliarden Euro erreichte, womit China seine Position als wichtigster Handelspartner Deutschlands zurückerobern konnte. Parallel dazu meldete die chinesische Zollbehörde für den deutsch-chinesischen Handel im vergangenen Jahr ein Wachstum von 5,2 Prozent auf insgesamt 1,51 Billionen Yuan.

Vor diesem Hintergrund bauen deutsche Konzerne ihre Präsenz in China aktiv aus – eine Begeisterung, die auch auf dem jüngsten 18. „Taicang-Tag“ deutlich spürbar war, einem Wirtschaftsevent in München. Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender der VDE Gruppe, betonte während der Veranstaltung: „Dass wir unsere einzige chinesische Repräsentanz in Taicang in der Provinz Jiangsu angesiedelt haben, demonstriert unser volles Vertrauen in das lokale Investitionsumfeld und unseren Optimismus hinsichtlich des immensen Potenzials des chinesischen Marktes“. Auch Gudrun Weidmann, Direktorin für Internationalisierung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, unterstrich, dass angesichts globaler Herausforderungen internationale Partnerschaften und gegenseitiges Vertrauen an Bedeutung gewinnen und Bayern weiterhin als verlässlicher Innovationspartner an Chinas Seite stehen werde.

Der kontinuierliche Zufluss an deutschem Kapital spiegelt sich eindrucksvoll in Taicang wider. Diese Stadt ist landesweit als „Heimat der deutschen Unternehmen“ bekannt. Die Magnetwirkung der Region hat zu einem beachtlichen Wachstumstempo geführt: Während es 14 Jahre dauerte, die ersten 100 deutschen Firmen anzusiedeln, gelang der Sprung von 400 auf 500 Unternehmen in lediglich zwei Jahren. Mehr als 90 Prozent der bereits länger ansässigen Unternehmen haben bereits neues Kapital investiert. So investierte etwa der Hersteller von Präzisionsteilen Kern-Liebers, das erste deutsche Unternehmen vor Ort, kürzlich weitere 20 Millionen US-Dollar in seine China-Geschäfte, während die Schaeffler-Gruppe eine Investition von einer Milliarde Yuan für eine Fabrik für humanoide Roboter ankündigte.

Mit dem Start des 15. Fünfjahresplans werde sich die Marktöffnung weiter vertiefen, was zweifellos neuen Spielraum für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit schaffe, so Chen Gao, Parteisekretär von Taicang. Die Stadt werde eine deutsch-chinesische Zone für industrielle Kooperation mit höchsten Standards errichten, die als Brücke für eine stetige und langfristige Entwicklung der bilateralen Beziehungen dient.

Zhai Qian, Gesandter für Wirtschafts- und Handelsangelegenheiten an der chinesischen Botschaft in Berlin, unterstrich, dass Kooperation die beste Antwort auf Risiken und Entwicklung die notwendige Voraussetzung für Sicherheit sei. Eine gesunde und stabile Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen werde dem globalen Wirtschaftswachstum wichtige Impulse verleihen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Vertrauen,China,deutsche Unternehmen,Taicang